Die Rolex Story

Die Rolex Story

Rolex ist – wie wahrscheinlich mittlerweile jeder weiß – die wertvollste und größte Uhrenmarke der Welt. Das Unternehmen Rolex wurde bereits 1905 vom gebürtigen Kulmbacher Hans Wilsdorf gegründet. Der Sitz der Aktiengesellschaft befindet sich heute, nachdem es in Deutschland und England ansässig war, in Genf, in der Schweiz.

Die Uhr als Handelsware

In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts war es durchaus nicht üblich, den Firmennamen auf das Zifferblatt zu einer Uhr zu drucken. Üblicher war es, auf den Zifferblättern die Namen jener Juweliere zu platzieren, die die Uhren verkauften. Aber wie kam es zum Namen ROLEX?! Geschichten zur Namensfindung ROLEX gibt es unzählige.

Der Name Rolex

Ob der Name Rolex tatsächlich aus dem französischen „horlogerie exquisite“ oder dem spanischen Wörtern “reloj excelente“ entstanden ist, sei einfach mal dahingestellt. Aber folgende Story hat es immerhin bis in Wikipedia geschafft. Hans Wilsdorf, der Meister selbst, spricht: “Der erste Schritt war die Wahl des Namens selbst. Er war so kurz und dabei so einprägsam, dass daneben auf dem Zifferblatt auch der Name des englischen Uhrengeschäftes noch genügend Platz hätte. Was aber besonders wertvoll ist: ROLEX tönt gut, ist leicht zu behalten und wird zudem in allen europäischen Sprachen gleich ausgesprochen.“

Das Symbol der Krone als Logo

Aber zum Firmennamen Rolex fehlte noch ein geeignetes Firmenzeichen, ein Logo! Was folgt ist ein weiterer Geniestreich. Was wäre die Marke Rolex ohne die das Symbol der Krone? Die Krone ist eine Idee aus einer Zeit, in der noch nicht alle Bildsymbole und Icons für Bildmarken vergriffen waren. Die Krone als Markenzeichen wurde in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts nach und nach der Wortmarke überstellt, bis sie schließlich fester und berühmter Bestandteil der Marke wurde.

Grundsteinlegung des Erfolges

Aber ein genialer Name und ein ebenso geniales Firmenzeichen reichen nicht aus, um die wertvollste Marke der Welt zu werden. Rolex baute und vertrieb sehr erfolgreich klassische Herren und Damenuhren. Aber auch das ist noch nicht die ganze Geschichte, die Liebhaber weltweit begeistert. Das Geheimnis des Erfolges waren der Pionier- und Erfindungsgeist von Hans Wilsdorf und seinem Team. Bis heute entwickelt Rolex neue Erfindungen und meldet sie zum Patent an. Das Oystergehäuse war das erste staub- und wasserdichte Uhrengehäuse. Staub war damals der viel ernstzunehmendere Störfaktor für Uhren und Uhrmacher. Ganz einfach, weil Uhren damals zum Aufziehen häufig geöffnet werden mussten.

Mercedes Gleitze

Um der ganzen Welt die Wasser- und Staubdichtigkeit seiner Uhren zu beweisen und seine Marke gleichzeitig wirkungsvoll in Szene zu setzen, schwamm am 7. Oktober 1927 Mercedes Gleitze mit einer Oyster am Handgelenk durch den Ärmelkanal. Hans Wilsdorf buchte die erste Seite der New York Times als Anzeige mit der Story und setzte so ganz nebenbei auch im Marketing neue Maßstäbe. Seine waterproofed Oyster-Gehäuse waren nun weltberühmt.

Stil-Ikonen von Rolex

Schließlich änderte sich aber das Modebewusstsein und das Trageverhalten der männlichen Kundschaft. Die Zeit der vornehmen Taschenuhren an Ketten und die Zeit von kleinen, goldenen Schmuckuhren mit Emaille-Zifferblättern neigte sich dem Ende entgegen. Was die Männer in der 1950er und 1960er Jahren wollten, war etwas ganz anderes, etwas wirklich neues. Und Rolex traf wieder voll ins Schwarze. Alle Modelle, die Rolex in jener Zeit ins Leben rief, wurden – und zwar jede von ihnen – zu Stil-Ikonen! Das gilt unverändert bis heute.

Die bekannten Rolex Modelle

Das Design von Armband, Gehäuse und Zifferblatt ist sucht bis heute vergeblich seinesgleichen. Die unerreichte Qualität und die maskuline Robustheit der Submariner, der GMT Master, der Datejust, der Explorer waren Volltreffer. Die Uhren tauchten zum tiefsten Punkt der Welt, dem Marianengraben. Die Uhren bestiegen den höchsten Punkt der Welt, den Mount Everest. Nur eine Uhr wollte sich bei Rolex der Legende nach nicht so verkaufen, wie gewollt. Das war der Chronograph, also die Armbanduhr mit Stoppfunktion. Sie hatte damals noch ein Handaufzugswerk. Zu der Zeit – Ende der 60er Jahre – wurde aber just das Automatikwerk für Chronographen fertig entwickelt. Wer also wollte schon eine altmodische Stoppuhr?! Aus ihr wurde später die berühmteste Uhr der Welt: die Daytona!
Im Laufe der Jahre entstanden viele weitere neue Modelle, wie die Yachtmaster, die Skydweller, die Seadweller, die Deepsea. Alle Rolex Modelle avancierten mittlerweile zu Legenden.

Die Rolex Armbänder

Die wichtigsten Referenznummern von Rolex im Überblick:

Die sukzessive Umstellung von Plexiglas auf Saphirglas begann bei den ersten Modellen um 1978 (Day Date) und fand ihren krönenden Abschluss Ende der 1980er Jahre (GMT MASTER II und Daytona).

Datejust 1600
Datejust 1601
Datejust 1603
Datejust 16030
Datejust 16234
Datejust 116234

Datejust II 116300
Datejust II 116333
Datejust II 116334

Day Date 1803
Day Date 18239
Day Date 118239
Day Date 118296
Day Date 118338
Day Date 118339
Day Date 118346
Day Date 118348
Day Date 118366
Day Date 118388
Day Date 118389
Day Date 118398

Day Date II 218206
Day Date II 218235
Day Date II 218238
Day Date II 218239
Day Date II 218348
Day Date II 218349
Day Date II 218398
Day Date II 218399

Daytona 6239
Daytona 6240
Daytona 6241
Daytona 6239
Daytona 6240
Daytona 6241
Daytona 6262
Daytona 6263
Daytona 6264
Daytona 6265
Daytona 6240
Daytona 6241
Daytona 16518
Daytona 16519
Daytona 16520
Daytona 16523
Daytona 16528
Daytona 16568
Daytona 116505
Daytona 116509
Daytona 116515
Daytona 116518
Daytona 116519
Daytona 116520
Daytona 116523
Daytona 116528
Daytona 116568
Daytona 116589
Daytona 116598
Daytona 116599

Explorer 1016
Explorer 1038
Explorer 5500
Explorer 5501
Explorer 5504
Explorer 6098
Explorer 6150
Explorer 6298
Explorer 6305
Explorer 6350
Explorer 6610
Explorer 14270
Explorer 114270
Explorer 214270

Explorer II 1655
Explorer II 16550
Explorer II 16570
Explorer II 216570

Gmt-Master 6542
Gmt-Master 1675
Gmt-Master 16700
Gmt-Master 16713
Gmt-Master 16750
Gmt-Master 16753
Gmt-Master 16758

Gmt-Master II 16710
Gmt-Master II 16713
Gmt-Master II 16718
Gmt-Master II 16760
Gmt-Master II 116710
Gmt-Master II 116713
Gmt-Master II 116718
Gmt-Master II 116758,
Gmt-Master II 116759

Milgauss 6541
Milgauss 1019
Milgauss 116400
Milgauss 116400GV

Oysterquarz Datejust 17000
Oysterquarz Datejust 17013
Oysterquarz Datejust 17014d

Oysterquarz Day-Date 19018
Oysterquarz Day-Date 19019
Oysterquarz Day-Date 19028
Oysterquarz Day-Date 19048
Oysterquarz Day-Date 19049
Oysterquarz Day-Date 19149

Yacht Master 16622
Yacht Master 16623
Yacht Master 16628
Yacht Master 68623
Yacht Master 68628
Yacht Master 69623
Yacht Master 69628
Yacht Master 168622
Yacht Master 168623
Yacht Master 168628
Yacht Master 169622
Yacht Master 169623
Yacht Master 169628
Yacht Master 116622

Yacht Master II 116681
Yacht Master II 116688
Yacht Master II 116689

Submariner 5508
Submariner 5512
Submariner 5513
Submariner 5514
Submariner 5517
Submariner 6200
Submariner 6204
Submariner 6205
Submariner 6536
Submariner 6538
Submariner 6538A
Submariner 14060
Submariner 14060M
Submariner 114060

Submariner Date 1680
Submariner Date 16800
Submariner Date 168000
Submariner Date 16610
Submariner Date 16610LV
Submariner Date 16613
Submariner Date 16618
Submariner Date 16803
Submariner Date 16808
Submariner Date 116610
Submariner Date 116613
Submariner Date 116618
Submariner Date 116619

Sea-Dweller 1665
Sea-Dweller 16600
Sea-Dweller 16660
Sea-Dweller 116600

Deepsea 116660

Sky-Dweller 326935
Sky-Dweller 326938
Sky-Dweller 326939
Sky-Dweller 326139

Die Patek Philippe Story

Die Patek Philippe Story

Der Slogan der Marke Patek Philippe ist wahrscheinlich einer der besten Slogans, die es je gab. Er lautet „Eine Patek Philippe gehört einem nie ganz allein. Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigentlich bewahrt man sie schon für die nächste Generation.“ Jeder, der schon einmal versucht hat, viel Inhalt auf wenig Raum zu verteilen, erfreut sich an der genialen Leistung dieses Marketing-Coups.

Die Gründung von Patek Philippe

Patek Philippe wurde im Jahr 1839 von Antoine Norbert Graf de Patek gegründet. Die feinen Uhren, die wir heute als die besten der Welt bezeichnen, entstanden aber erst nachdem sich der Graf de Patek mit Jean-Adrien Philippe zu Patek Philippe vereinte.

Das Firmenzeichen

Große Firmen haben besondere Firmenlogos. So natürlich auch das Haus Patek Philippe. Die Manufaktur wählte sich als Bild-Logo das Calatrava-Kreuz. Hieraus resultiert offensichtlich auch die Bezeichnung für die klassischen Uhren: Die Calatrava-Modelle.

Patek Philippe heute

Viele der großen und renommierten Uhrenmanufakturen wurden im Laufe der Jahre von großen Luxuskonzernen einverleibt. Nicht so Patek Philippe, das bis heute ein Familienunternehmen ist. Die Firma wird seit 1932 bis heute sehr erfolgreich von der Familie Stern geführt. Der Jahresumsatz beträgt geschätzte 1.000.000.000 Schweizer Franken.

Anmeldung zum Patent: die Aufzugskrone

Eine ganz besondere Erfindung liegt der eigentlichen Gründung Patek Philipps zugrunde. Es handelt sich dabei um die Aufzugskrone. Bis in die 1830er Jahre öffnete man an seiner Uhr einen Klappdeckel, der das Uhrwerk freilegte, um es mit Hilfe eines Kantschlüssels aufzuziehen (oder man steckte den Schlüssel durch ein dafür vorgesehenes Loch im Gehäuse). Jedes Öffnen der Uhr barg allerdings die Gefahr, dass Staub und Feuchtigkeit ins das Gehäuse eintrat. Das führte früher oder später unweigerlich zu Störungen der Gangwerte. Die Aufzugskrone von Patek Philippe löste sehr geschickt dieses Problem.

Calatrava – die legendäre Referenz 96

Seit 1932 – also seit jenem Jahr, in dem Familie Stern das Unternehmen übernahm – baut Patek Philippe eine der schönsten Uhren überhaupt. Die Referenz 96, oder auch Calatrava genannt. Diese Uhr könnte man auch als die Blaupause der Dresswatch bezeichnen. Sie besticht durch Ihre edle, dezente Erscheinung, obwohl sie so gut wie nur in Edelmetall hergestellt wird. Zur damaligen Zeit waren Gehäusedurchmesser von 33 bis 35 mm der Normalfall. Die größte Calatrava misst heute satte 40 mm. Bis 1952 bestückte Patek Philippe seine Uhren durchweg mit Handaufzugskalibern. Erst ab dem Jahr 1953 fertigte Patek Philippe Armbanduhren mit Automatikkalibern.

Patek Philippe bricht Rekorde

In der schillernden und faszinierenden Welt der mechanischen Uhren will jede Manufaktur sich ihren Platz in der Hall of Fame sichern. Patek Philippe hat das mit seinem Calibre 89 definitiv geschafft. Zum 150. Firmen-Jubiläum stellte Patek Philippe jenes Kaliber 89 im Gehäuse einer Taschenuhr vor. Diese Uhr besteht aus 33 Komplikationen und 1728 Einzelteilen. Mit Fug und Recht kann Patek Philippe behaupten, eine der kompliziertesten – wenn nicht gar die komplizierteste – Uhr der Welt gebaut zu haben.

Edle Dresswatches

Was zeichnet eine Dresswatch aus? Eines klassische Dresswatch hat nur zwei Zeiger, ein Lederband und sie ist flach. Diese Uhren waren Hingucker, weil zu jener Zeit flache Uhrwerke – wir sprechen über die 40er, 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts – ein Zeichen für hohe Exklusivität waren. Nur die ganz hohe Ingenieurskunst machte so etwas möglich. Patek Philippe ist bis heute das Aushängeschild für diese edlen Uhren, die von den Herren und Damen der feinen Gesellschaft spazieren getragen werden. So gesehen verwundern auch die extrem hohen Preise nicht wirklich. Im Jahr 1977 stellte Patek Philippe das bis dahin flachste Automatikkaliber der Welt vor. Das Patek Philippe Kaliber 240 misst nur eine Bauhöhe von unglaublichen 2,4 Millimeter.

Genfer Punze vs. Patek Philippe-Siegel

Die Genfer Punze ist das Qualitätsmerkmal für feine Uhren schlechthin. Nur jene Uhrenmanufakturen, die alle unglaublich hohen Anforderungen der Genfer Uhrmacher-Innung nachweisbar umsetzen, dürfen die Genfer Punze auf ihr Kaliber punzen. Patek Philippe reichte dieser Qualitätsstandard allerdings für ihre eigenen Ansprüche nicht aus. Deswegen kreierte das Unternehmen ein eigenes Siegel und spielt so betrachtet seitdem in einer eigenen Liga.

Vater und Sohn führen das Unternehmen in neue Jahrtausend

Nachdem Philippe Stern, dessen Familie 1932 Patek Philippe übernahm, das Unternehmen erfolgreich in die nächste Jahrtausend leitete, führt sein Sohn Thierry seit dem Jahre 2009 die Geschäfte fort. Aufgrund der gleichbleibend unglaublich hohen Qualität aller Produkte des Hauses, scheint die Zukunft rosig. Fast schon unheimlich passend zum Firmenslogan: „Eine Patek Philippe gehört einem nie ganz allein. Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigentlich bewahrt man sie schon für die nächste Generation.“

Die Omega Story

Die Omega Story

Der Name Omega ist einer der ganz großen Namen der Uhrengeschichte. Viele Millionen Menschen tragen mit Stolz ihre Omega. Omega ist eine der berühmtesten und eine der sagenhaftesten Uhrenmarken der Welt. Omega zählt seit jeher zur Crème de la Crème der Haute Horlorgerie. Bis der Wert der Marke einbrach – und wieder zum Aufstieg ansetzte. Doch eins nach dem anderen …

Die Gründung

Omega wurde 1848 in La Chaux-de-Fonds, in der Schweiz gegründet. Damals hieß das Unternehmen allerdings noch nicht Omega, sondern trug den Namen des Gründers, Louis Brandt. Uhren wurden aus zugekauften Komponenten gefertigt. Zur Person Louis Brandt selbst gibt es bereits so viel zu erzählen, dass man darüber einen Roman schreiben könnte. Er gehört zu den Menschen, die in einem Leben mehr bewegt haben, als man annehmen würde, dass es möglich sei.

Die Person Louis Brandt

Im Jahr 1800 wurde Louis Brandt im Schweizer Kanton Neuenburg geboren und gründete hier die Uhrenfabrik. Es galt Zeit seines Lebens als ein streitbarer aber auch radikaler Zoon Politicon. Sein Privatvermögen setzte unter anderem für die Verbesserung der Kantonsfinanzen ein. Er gehörte verschiedenen Räten des Kantons an und war Mitglied der Eisenbahnkommission. Er verstarb im Jahre 1866.

Umzug nach Biel

Nach dem Tod Louis Brandts zog das Unternehmen, mittlerweile von den Söhnen des Gründers geleitet, nach Biel, ebenfalls in der Schweiz. Das Unternehmen, das sich “Louis Brandt & Frères” nannte, durchbrach bereits im Jahr 1889 die Schallmauer von 100.000 produzierten Uhren und beschäftigte rund 500 Mitarbeiter. Heute baut Omega pro Jahr geschätzte 700.000 Uhren.

Der Name Omega

Das Wort Omega stammt aus dem griechischen Alphabet und ist dort der letzte Buchstabe. So gesehen steht Omega (auch das Zeichen) für Vollendung. Zum ersten mal taucht der Name Omega in Zusammenhang mit einer Taschenuhr im Jahre 1894 auf. Diese Taschenuhr beherbergte das Kaliber 19” – das Omega genannt wurde. Mit diesem Werk führte das Unternehmen erstmals – für damalige Verhältnisse – hochmoderne Produktionsmethoden ein. Aber erst neun Jahre später, also 1903, wählte die Familie den Begriff Omega als nun ganz offiziellen Firmennamen.

Hochwertige Technik

Nach Rolex ist Omega der zweitgrößte Hersteller von Chronometer-Uhrwerken. Im Jahr 2015 wurden von Omega durch die offizielle Prüfstelle COSC 511.861 Werke erfolgreich zertifiziert. Weil sich Omega selbstbewusst gegen die anderen Hersteller abgrenzen möchte, führte die Marke einen eigenen Standard ein.

Der Master Chronometer

Der sogenannte “Master Chronometer” stellt eine eigene, eigens von Omega ins Leben gerufene Qualitätsstufe dar. Sie stellt sicher, dass die Uhren 1. mit der Omega Inhouse Co-Axial Hemmung bestückt sind, 2. ein COSC Chronometer-Zeugnis besitzen und 3. gegen magnetische Strahlung bis 15.000 Gauss gefeit sind. Die Prüfung und Zertifizierung der “Master Chronometer” findet im Schweizer Institut für Metrologie (Metas) statt.

Offizieller Zeitnehmer bei Olympia

Große Marken brauchen große Bühnen. Das hatte Omega schon sehr früh erkannt und wurde zum offiziellen Teilnehmer bei Olympischen Spielen ernannt. Schon bei 27 Spielen konnten sich die Sportler beim Zeitnehmen auf die korrekten Uhren von Omega und die daraus resultierenden gemessenen Zeiten verlassen. Das erste mal war es bei den Olympischen Spielen von Los Angeles im Jahre 1932 (also schon lange vor der ersten Weltall-Mission der NASA), bei denen ganze 30 (!) Stoppuhren von Omega im Einsatz waren. Hierbei handelte es sich vornehmlich um exklusiv gefertigte Chronographen mit Schaltrad-Technik und Rattrapante-Funktion. Die Rattrapante-Funktion – auch Schleppzeiger-Funktion genannt – ermöglichte schon damals das Stoppen von Zwischenzeiten sowie das Stoppen von zwei schnell hintereinander folgenden Zieleinläufen mit nur einer Hand. Wie sich der Sport und mit ihm die Zeitmesstechnik entwickelt hat, kann man am Aufwand sehen, der für die Olympischen Spiele 2016 von Rio betrieben wurde: Omega schickte 480 Spezialisten nach Südamerika, die von weiteren 850 Helfern unterstützt wurden. Insgesamt wurden 200 Kilometer Kabel und Glasfaserleitungen verlegt. Dazu wurden 400 öffentliche Video-Walls für Schaulustige platziert.

Omega Speedmaster Professional – die erste Uhr im Space

Die vielleicht größte Ikone der ganzen Uhrengeschichte ist und bleibt die Omega Speedmaster, um ganz genau zu sein: die Omega Speedmaster Professional. Denn keine andere Uhr kann von sich behaupten, für einen, den allerersten Flug zum Mond auserwählt worden zu sein! Wie kam es dazu? Das Modell Speedmaster gibt bereits seit 1946. Bis auf Weiteres war sie ein Handaufzugs-Chronograph von vielen. Zur “Monduhr” oder “Moonwatch” wurde sie erst in den1960er Jahren, als der NASA-Mitarbeiter James H. Ragan von der amerikanischen Weltraumbehörde den Auftrag bekam, relevante Uhren für den Einsatz im Space zu besorgen und zu testen. Die Speedmaster schneidet am besten ab und besteht die Tests mit Bravour. Die Omega Speedmaster Professional gilt als die meistgetestete Uhr der Welt. Am 3. Oktober 1962 ist es dann soweit: An Bord der Mercury Atlas 8 trägt der amerikanische Astronat Walter Schirra eine Omega Speedmaster Professional zum ersten mal eine Uhr im Weltraum. Es ist eine Mk II Speedmaster mit der Referenz CK2998.

Spezifikationen der NASA

Ganggenauigkeit: Die Ganggenauigkeit muss besser als 5 Sekunden in 25 Stunden sein. Gewünscht sind höchstens 2 Sekunden in 24 Stunden.
Druck: Die Uhr muss einem Druck von 50 Meter Wassertiefe standhalten.
Lesbarkeit: Alle wesentlichen Elemente müssen unter unterschiedlichen Lichtbedingungen lesbar sein. Die Uhr muss bei Rot- und Weißlicht ablesbar sein, ebenso wie bei einer Beleuchtungsstärke von unter 5 Lux. Entweder schwarze Nummern und Zeiger auf weißem Hintergrund oder umgekehrt sind befriedigend. Die Uhr darf bei großen Beleuchtungsstärken nicht blenden. Ein Edelstahlgehäuse mit Satinoberfläche wird bevorzugt.
Die Uhr muss eine Start-Stopp-Möglichkeit mit folgenden zeitlichen Auflösungen besitzen:
Sekunde bis 1 Minute
Minute bis 30 Minuten
Stunde bis 12 Stunden oder größer
Die Uhr muss stoßsicher, wasserdicht und antimagnetisch sein. Zusätzlich muss das Glas (Kunststoff, bei Omega Hesalit) splitterfrei sein.
Die Uhr kann elektrisch, manuell oder selbstaufziehend angetrieben sein – sie muss jedoch auch manuell aufgezogen und zurückgesetzt werden können.
Zuverlässigkeit: Der Hersteller muss garantieren, dass die Uhr unter normalen Bedingungen ein Jahr problemlos funktioniert. Technische Daten und Garantieerklärungen müssen vom Hersteller mitgeliefert werden.
(Quelle: Wikipedia)

Testbedingungen der NASA

Hohe Temperatur: 48 Stunden bei 71° Celsius und anschließend 30 Minuten bei 93° Celsius. Der Druck sollte dabei 0,35 Atmosphären betragen und die relative Luftfeuchte nicht größer als 15 % sein.
Tiefe Temperatur: 4 Stunden bei −18° Celsius.
Temperatur-Druck-Kammer: Druckminimum bei 10−6 Atmosphären bei einem Anstieg der Temperatur auf 71° Celsius. Dann innerhalb von 45 Minuten die Temperatur auf −18 ° Celsius senken und wieder in den nächsten 45 Minuten auf 71° Celsius erhöhen. 15 oder mehr solcher Zyklen sind zu durchlaufen.
Relative Luftfeuchte: 240 Stunden in einem Bereich von 20° Celsius bis 71° Celsius bei einer relativen Luftfeuchte von mindestens 95%. Der Dampf sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 haben.
Reine Sauerstoffatmosphäre: Die Uhr wird 48 Stunden in einer reinen Sauerstoffatmosphäre bei 0,35 bar Druck gelagert. Die Temperatur beträgt 71° Celsius. Diverse Zerstörungen an der Uhr (wie z. B. Korrosion, Freiwerden toxischer Gase et Celsius.) gelten als Fehlverhalten.
Stöße: Sechs Stöße mit einer Beschleunigung von 40 g in sechs unterschiedlichen Richtungen die jeweils 11 ms dauern.
Beschleunigung: Lineare Beschleunigung von 1 bis 7,25 g in 333 Sekunden entlang einer Achse parallel zur longitudinalen Achse des Raumschiffs.
Dekompression: 90 Minuten in einem Vakuum von 10−6 Atmosphären bei einer Temperatur von 71° Celsius und 30 Minuten bei 93° Celsius.
Großer Druck: Druck von 1,6 bar für mindestens eine Stunde.
Vibrationen: Drei Zyklen von je 30 Minuten (seitlich, horizontal, vertikal) bei einer Frequenz von 5 bis 2000 Stöße pro Sekunde und wieder zurück zu 5 Stößen innerhalb von 15 Minuten. Die durchschnittliche Beschleunigung pro Stoß muss mindestens 8,8 g betragen.
Lautstärke: 130 dB mit einem Frequenzspektrum von 40 bis 10000 Hz in 30 Minuten.
(Quelle: Wikipedia)

Bis zur Ewigkeit, und noch viel weiter

Doch der Weltraum war noch nicht genug. Es sollte noch weiter gehen. Die NASA entschied am 1. März 1965, dass die Omega Speedmaster Professional als einzige Uhr für den Einsatz im Weltraum und für eine eventuell mögliche Mondlandung in Frage kommt. Zwei der wichtigsten Tests waren – wen wundert’s? – tadelloses Funktionieren in starken Magnetfeldern sowie in Schwerelosigkeit. Aber auch herkömmliche Prüfungen, wie das Absorbieren schwerer Stöße oder das Aushalten extremer Temperaturschwankungen von -18 bis +93 Grad Celsius gehörten zum Testszenario der NASA (die exakten Testszenarios lesen im vorigen Kapitel). Die Speedmaster Professional besitzt seither als einzige Uhr weltweit, bzw. universumweit das Prädikat „Flight-Qualified by NASA for all Manned Space Missions“. Am 3. Juni 1965 trägt der amerikanische Astronaut Ed White erstmals eine Uhr während eines Weltraumausstiegs. Die Uhr bestätigte all jene in sie gesetzten Hoffnungen und funktionierte tadellos, obwohl sie schutzlos den unwirtlichen Weltraumbedingungen ausgesetzt war. Bei der Uhr handelte es sich um eine Speedmaster mit der Referenz 105.003.

Die Reiseziel Mond – Schritte auf dem Mond

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt. Neil Armstrong betritt am 21.Juli 1969 als erster Mensch den Mond. Doch an seinem Arm befindet sich – nicht – eine Omega Speedmaster Professional. Wie das? Bei der Landung der Raumkapsel ging schlicht und ergreifen die Borduhr kaputt. Neil Armstrong ließ daher seine Speedy in der Mondlandefähre zurück. Der große Moment für die 1848 im schweizerischen La Chaux-de-Fonds gegründeten Uhrenmanufaktur kam erst, als der zweite Astronaut Buzz Aldrin den Erdtrabanten betrat.

Wo ist die Speedmaster von Buzz Aldrin?

Leider ging die Uhr von Buzz Aldrin auf dem Weg ins National Air and Space Museum verloren. Dorthin wollte Buzz Aldrin seine Uhr als wertvolle Zeitzeugin der größten Expedition der Menschheitsgeschichte schicken. Bis heute ist die Uhr nicht wieder aufgetaucht und die NASA gibt ebenfalls bis heute keine Details über Gravuren, die alle Uhren der Spacemissions besaßen, bekannt. Eine andere Quelle besagt, dass die Uhr von Buzz Aldrin die Nummer 43 als Gravur trägt. Der Verbleib dieser legendären Uhr bleibt also ein Mysterium. Die Uhren der ersten Mondlandung von Neil Armstrong und Michael Collins, der die Raumkapsel während des Aufenthaltes nicht verließ, liegen wohlbehütet im National Air and Space Museum und können dort besichtigt werden.

Die Space Shuttle Ära

Als die NASA 1978 das bekannte Space Shuttle Programm begann, wurde erneut nach einer dafür geeigneten Uhr gefahndet. Obwohl die Tests härter waren denn je und auch die Konkurrenz härter und umfangreicher war denn je, überzeugte schlussendlich wieder nur die Omega Speedmaster Professional. Das getestete Modell glich fast unverändert dem Original aus dem Jahre 1962. Und seit 1989 benutzen auch die russischen Kosmonauten Uhren aus dem Hause Omega.

Die Omega Speedmaster heute

Auf Mutter Erde zählen heute die Omega Speedmaster Professional sowie die etwas kleinere und günstigere Omega Speedmaster Reduced mit Automatikkaliber zu den bekanntesten und am meisten getragenen Uhren der Welt. Im Weltall jedoch werden bis heute offiziell immernoch und weiterhin einzig und allein die beiden Modelle Speedmaster Professional 3570.50.00 und die Speedmaster Professional X-33 eingesetzt. In die Raumfähren dürfen heute zwar auch private Uhren mitgenommen werden, aber sobald es zum Einsatz im offenen Weltraum kommt, gilt: Only Omega is qualified for space.

Referenzennummern seit 1946

Jahr: 1957 CK 2915 1-3
Jahr: 1959 CK 2998 1-6, 61, 62
Jahr: 1962 ST 105.002
Jahr: 1963 ST 105.003
Jahr: 1963 ST 105.012
Jahr: 1966 ST 145.003
Jahr: 1966 ST 145.012
Jahr: 1968 ST 145.022 (Einführung des neuen Caliber 861 anstelle Caliber 321)
Jahr: 1969 ST 145.014 (Stahl) ST 145.034 (Gold) – Speedmaster Mk II
Jahr: 1971 ST 145.037 – Speedmaster Mk II-Telestop
Jahr: 1971 ST 176.0002 – Speedmaster Mk III (Caliber 1040)
Jahr: 1972 MD 145.0034 (Plaque) BA 145.0034 (Gold) – Speedmaster Mk II
Jahr: 1973 ST 378.0801 – Speedmaster 125 Automatic Chronometer (Caliber 1041)
Jahr: 1973 ST 176.0009 – Speedmaster Mk IV (Caliber 1040)
(*1973 ST 188.0002 (Lederband) ST 388.08000 (Metallarmband) – Speedsonic mit Stimmgabelwerk 1255)
Jahr: 1974 ST 145.022-74
Jahr: 1974 ST 176.0012 (Caliber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0014 (Caliber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0015 (Caliber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0016 (Caliber 1045)
Jahr: 1975 ST 145.022
Jahr: 1984 ST 376.0806 – Speedmaster Mk V (sogenannte “German Version” mit Caliber 1045)
Jahr: 1985 ST 345.0809 Mondphase (Caliber 866)
Jahr: 1987 ST 376.0822 – sogenannte “Holy Grail” mit Kaliber 1045
Jahr: 1989 ST 145.0022
Jahr: 1997 ST 3870.50.31 (Caliber 1861)
Aktuell: 311.30.42.30.01.005.

Die Omega Seamaster

Ähnlich wie bei Rolex gibt es auch bei Omega Modelle für verschiedene Einsatzgebiete. Sehr berühmt und beliebt ist das Modell Seamaster. Seit 1947 wird sie für professionelle Taucher und Wassersportfreunde produziert. Die Seamaster gibt es Ausführungen mit Automatikwerk und Quartzgesteuert. Ab 1957 wird auch die Omega Seamaster mit dem Namenszusatz “Professional” angeboten. Dieses Modell ist – wie der Name vermuten lässt – für den professionellen Einsatz unter Wasser geeignet. Für jene, die eine wasserdichte Uhr kombiniert mit sophisticated Design suchen, bietet Omega die Aqua Terra Modelle an.

Omega Seamaster und James Bond

Nachdem James Bond in vielen Filmen eine Rolex Submariner trug, schaffte es Omega 1995 einen kommerziellen Coup mit der Marke James Bond zu landen. Seit Golden Eye trägt der Agent eine Omega Seamster. Die Sammelwürdigkeit der James Bond Modelle ist in der Omega Fanszene umstritten.

Die Omega Railmaster

Wer sich bei Rolex für die Explorer Modelle interessieren würde, wird sich bei Omega für die Rail Master Modelle entscheiden. Die Omega Rail Master zeichnet sich durch ein funktionales, sehr gut ablesbares Zifferblatt Design aus und ist in verschiedenen Größen (Durchmessern) erhältlich. Die Verarbeitung von Gehäuse und Uhrwerk entspricht höchster Qualität.

Referenzen der Seamaster und der Railmaster

Omega Seamaster Automatic Chronometer 200M alias “Pre-Bond”
Omega Seamaster Professional 200M “Quartz”
Omega Seamaster 300M Quarz
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Die Co-Axial Hemmung

Ein großer Begriff, viele Missverständnisse. Was genau ist eigentlich diese berühmt-berüchtigte Co-Axial-Hemmung? Der Versuch einer Erklärung: Seitdem es mechanische Uhren gibt, sind die genialsten Köpfe des Uhrenhandwerkes auf der Suche nach dem Mechanismus mit der geringsten Reibung.

Was ist so schlimm an Reibung?

Reibung bedeutet immer Abrieb. In Kombination mit dem Öl innerhalb der Uhr entsteht langsam aber sicher eine zähflüssige Substanz, die schlussendlich zur Verharzung der Uhr und dadurch zu schlechten Gangwerten bis hin zum Stillstand der Uhr führt. Die in Rubinen gelagerten Zapfen sind ein Beispiel dafür, wie man versucht Reibung und Verschleiß zu minimieren. Oder jene selbstölende Hölzer, aus denen der geniale Autodidakt John Harrison bereits im 18. Jahrhundert ganze Uhren baute zeugen von der Suche nach dem ultimativen, reibungslosen Uhrwerk.

Die Audemars Piguet Story

Die Audemars Piguet Story

Die fantastische Geschichte dieses Big-Players der Uhrenindustrie beginnt im Jahre 1875 im schweizerischen Le Brassus, als Jules-Louis Audemars anfing, eigene Uhren anzufertigen. Dabei wurde er von seinem Jugendfreund Edward-Auguste Piguet unterstützt. Alle beide waren ausgebildete Repasseure. Die Aufgabe eines Repasseurs war die Durchführung der finalen Qualitätskontrolle der zusammengebauten Uhren. Dass beide Namensgeber dieser Manufaktur ausgerechnet diese Ausbildung genossen, lässt tief blicken …

Die Audemars Piguet Gründung am 17. Dezember 1881

Das Weihnachten des Jahres 1881 war ein besonderes. Denn am 17.12.1881 gründeten die beiden Jugendfreunde und gelernten Repasseure Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste Piguet das Unternehmen Audemars Piguet & Cie. Zu diesem Zeitpunkt fertigte das Unternehmen noch ausschließlich Taschenuhren. Jene allerdings auf höchstem Niveau mit außerordentlichen Komplikationen.

Ein bedeutender Erfolg

Jedes Unternehmen sehnt sich nach dem besonderen Momentum in der Firmengeschichte, der alles verändern wird. Im Jahre 1889, also acht Jahre nach der Gründung, war es schließlich soweit. Den beiden Gründern und ihrem Team gelang auf der Pariser Weltausstellung der ganz große Schritt auf dem steilen Anstieg zum Olymp der Uhrenmanufakturen. Die Taschenuhr “Grande Complication” erhielt eine Medaille.

Die erste Armbanduhr

Zwei Jahre nach dem großen Erfolg auf der Pariser Weltausstellung gelang der nächste Coup. 1891 baute Audemars Piguet & Cie. die erste Armbanduhr mit Minutenrepetition. Nun stand dem weltweiten Erfolg des Unternehmens nichts mehr im Weg. Auf dem ganzen Globus eröffneten die beiden Gründer Ihre Boutiquen. Damals war das keine einfache Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass die Hauptverkehrsmittel im Verhältnis zu unseren heutigen noch langsam und unbequem waren. Auch das heute nicht mehr wegzudenkende Internet stand noch nicht zur Verfügung. Trotz aller Umstände wurden Filialen in Paris, Berlin, New York, London und sogar in Buenos Aires eröffnet.

Tod der Gründer

Die Spezialisierung auf die Herstellung von Armbanduhren (Taschenuhren kamen aus der Mode) durch die Erben folgte auf den Tod der beiden Gründer. Jules-Louis Audemars starb im Jahre 1918 und Edward-Auguste Piguet nur ein Jahr später im Jahre 1919.

Qualität, Qualität, Qualität

Dank der beachtlichen Qualität der im eigenen Haus gefertigten Uhren und Werke, konnte Audemars Piguet & Cie. Uhren oder auch nur die Uhrwerke an die großen Juweliere der damaligen Zeit, wie z. B. Van Cleef & Arpels in Paris sowie Tiffany in New York verkaufen. Diese Juweliere druckten dann ihren eigenen Namen auf die Zifferblätter.

Die Royal Oak – der größte Erfolg

So eine genialen Wurf wünscht sich wahrscheinlich jeder Unternehmer einmal im Leben. Um die unglaubliche Erfolgsstory der Royal Oak zu verstehen, muss man wissen, dass In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts edle Herrenuhren meist aus Gold oder anderen Edelmetallen gefertigt waren. Nun kam der legendäre Designer Gerald Genta auf die glorreiche Idee, eine sportliche Herrenuhr aus Edelstahl zu bauen, die dann aber auch noch teurer war, als die Modelle aus Edelmetall. Dieses neuartig anmutende Produkt – mit legendärem wasserdichten Monocoque-Gehäuse – gepaart mit der richtigen Werbestrategie änderte in der Uhrenindustrie vieles, um nicht zu sagen alles.

Die Royal Oak Offshore

Nach 20 erfolgreichen Jahren der klassischen Royal Oak lancierte Audemars Piguet im Jahr 1992 mit der mittlerweile ebenfalls zur Ikone aufgestiegenen Royal Oak Offshore eine gelungene Neuinterpretation. Es war durchaus ein Wagnis (man könnte auch von einem Husarenritt sprechen), aus der eleganten flachen klassischen Royal Oak ein Monster fürs Handgelenk zu machen.
Allen Unkenrufen zum trotz ging die Rechnung auf und frei nach dem Motto “höher, größer, lauter” gelang es Audemars Piguet, die kommende heranwachsende Zielgruppe neu für sich und sein Produkt zu begeistern.

Weitere berühmte Modelle aus dem Hause Audemars Piguet

Mit den Modellen “Jules Audemars”, “Edward Piguet” und der “Millenary” bietet Audemars Piguet seiner Zielgruppe weitere Haute-Horlogerie-Uhren aus Edelstahl und Edelmetallen an. Von der einfachen Dreizeigeruhr bis zur Grande Complication gibt es alles, was das Sammlerherz höher schlagen lässt.

Die A. Lange und Soehne Story

Die A. Lange & Söhne Story

Die Geschichte von A. Lange und Söhne beginnt im Winter des Jahres 1845. Genauer gesagt am 7. Dezember …
An diesem verschneiten Tag geht Ferdinand Adolph Lange aufgeregt durch die Straßen von Glashütte in Sachsen. Er kann kaum erwarten, seinem Schwiegervater und Lehrer Johann Christian Friedrich Gutkaes Senior von der Gründung seiner eigenen Firma zu berichten. Der Junge Uhrmacher Ferdinand erhielt vom Land Sachsen eine Starthilfe in Höhe von 7.800 Talern zur Reaktivierung der brachliegenden Glashütter Industrie. Dieses Geld bekam der junge Mann allerdings nicht geschenkt, sondern musste es auf Heller und Pfennig zurück bezahlen.

A. Lange & Cie. als Zugpferd für Glashütte

Nach einer entbehrungsreichen Anfangszeit mit 15 Auszubildenden gelang es dem Unternehmer Ferdinand Adolph Lange sein Unternehmen A. Lange & Cie. auf ein profitables Level zu hieven. Bereits 30 Jahre nach der Firmengründung arbeiteten für A. Lange & Cie. 75 Mitarbeiter. Der Erfolg des Unternehmens sprach sich allmählich herum und es kamen neue Firmen ins Erzgebirge, um es Adolph – so sein Rufname – gleich zu tun. So entwickelte sich Glashütte in Sachsen zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die Schweizer Feinuhren-Industrie.

A. Lange & Cie wird zu A. Lange & Söhne

Adolph Lange hatte mehrere Söhne. Die beiden Erstgeborenen sollten ihm ins Unternehmen folgen. Es waren Richard und Emil Lange, die im Jahre 1868 schlussendlich der Auslöser für die Umbenennung in den Unternehmensnamen waren, der bis heute für das Feinste und Beste steht, was die Feinuhrmacherei weltweit zu bieten hat: A. Lange & Söhne.

Visionäre Unternehmensentscheidungen

Ab dem Jahr 1877 konnte man sich einer neue Marke aus dem Hause A. Lange und Söhne kaufen. Ins Portfolio rückte eine etwas einfachere Taschenuhr-Baureihe, die den Markennamen „Deutsche Uhrenfabrikation“ erhielt. Nachdem erfolgreichen Launch wurde sogar eine dritte Marke gegründet. Die „OLIW“ (Original Lange Internationales Werk) war der konsequente Schritt in eine industrielle Fertigung von Taschenuhren.

Die Folgen des 2. Weltkrieges

Nach dem Kriegsende 1945 fiel das Unternehmen der Sieger- und Besatzungsmacht Russland in die Hände. Russland – bzw. ab 1949 die DDR – verstaatlichte A. Lange & Söhne. So kam es, dass das Unternehmen samt sieben weiterer Glashütter Uhrenbetrieben 1951 von der DDR-Führung in die Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) zusammengefasst wurden.
Dazu gehörten: VEB UROFA und UFAG mit der Abteilung Basalt (Uhrsteinfertigung), VEB Feintechnik (vormals Gössel & Co. bzw. Burckhard), VEB Messtechnik (vormals Mühle & Sohn), VEB Estler (Gehäusefertigung), VEB Präzision (vormals LIWOS) sowie das Lehrkombinat „Makarenko“.

Wende und Neugründung

Als 1989 die Mauer fiel, wohnten die beiden Gründer-Enkel Ferdinand Adolph Lange II und Walter Lange bereits schon über 30 Jahre lang im Westen Deutschlands. Sie waren übergesiedelt, nachdem das Lebenswerk ihres Vaters in die Hände Russlands, bzw. der DDR gefallen war. Walter war zum Zeitpunkt der Wende 65 Jahre alt. Nachdem man sich juristisch mit den neugegründeten Behörden darauf geeinigt hatte, dass Walter Lange das Lebenswerk seines Großvaters legitim und legal fortsetzen durfte, gründete er im Jahre 1990 die Uhrenmanufaktur „Lange Uhren GmbH“ und übernahm die „A. Lange & Söhne“-Markenrechte. Zu diesem Zeitpunkt war sein Bruder Adolph Ferdinand II leider schon verstorben. Bezeichnenderweise wurde für die Neugründung – wie auch schon 1845 – ein verschneiter Wintertag gewählt: der 7. Dezember.

Die erste neue Lange

Walter Lange brauchte einen Manager, der ihm beim Wiederaufstieg zur Seite stehen sollte. Walter Lange bewies bei seiner Wahl viel Fingerspitzengefühl. Als zweiter Mann bei A. Lange & Söhne sollte kein geringerer als Günter Blümlein die Fäden ziehen. Günter Blümlein war alles andere als ein unbeschriebenes Blatt in der Uhrenindustrie. Der damalige Präsident von IWC nutze erfolgreich seine Kontakte zur damaligen LMH Holding (Les Manufactures Horlogères) (heute Richmont Gruppe), die wiederum mit großzügigen Geldmitteln den Wiederaufstieg der Amrke a. Lange & Söhne unterstützte. Im Jahre 1994 war es dann wieder einmal soweit, Geschichte zu schreiben: mit der LANGE 1, dem TOURBILLON „Pour le Mérite“, der SAXONIA sowie der ARKADE wurden der Öffentlichkeit vier neue Uhrenmodelle präsentiert.

Weitere berühmte A. Lange & Söhne Modelle

In den darauffolgenden Jahren lancierte das Unternehmen weitere – mittlerweile legendäre – Uhrenmodelle, wie den Datograph, die Cabaret, die Langematik Perpetual, den Double Split Chronograph, die Richard Lange, den Tourbograph Pour le Mérite, die Zeitwerk und die Saxonia mit dem Automatikwerk „Sax-0-Mat“.

Nummer eins unter den Luxusmarken

Um nur ansatzweise zu verstehen, was Walter Lange und Günter Blümlein in dieser doch recht kurzen Zeitspanne erreicht haben, muss man wissen, dass die Marke A. Lange & Söhne im Jahre 2007 von der WirtschaftsWoche zur wichtigsten Luxusmarke gekürt wurde. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz landete die Maybach-Automobilmanufaktur.
Mittlerweile arbeiten mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die immernoch in Glashütte in Sachsen ansässige Manufaktur. Walter Lange starb 92-jährig im jahre 2017.

Die IWC Story

Die IWC Story

IWC, International Watch Co. AG, ist ein Schweizer Hersteller von Armbanduhren und Taschenuhren im oberen Preissegment. IWC wurde 1868 von dem amerikanischen Uhrmacher und Ingenieur Florentine Ariosto Jones (1841-1916) gegründet.

Ein Amerikaner in der Schweiz

Im Jahr 1856 arbeitete Jones als Uhrmacher in Boston. Damals fasste er den Entschluss, in der Schweiz qualitativ hochwertige Uhren für den amerikanischen Markt zu fertigen. In seinen Augen war die Schweiz ein besonders attraktiver Standort, weil dort qualifizierte Uhrmacher zur Verfügung standen und das damalige Lohnniveau unter dem der USA lag. Es dauerte nicht lange, schon im Jahre 1875 beschäftigte die IWC 196 Mitarbeiter.

Uwandlung in eine Aktiengesellschaft

Schon 1874 wurde IWC in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. IWC benötigte mehr Kapital für die Unternehmensgründung als erwartet, auch und vor allem für den Kauf von Maschinen und die Errichtung eines Neubaus für die Produktion im Jahre 1875. Jones trat als Geschäftsführer und ging zurück in die USA. Leider war auch seinem Nachfolger Frederick F. Seeland nicht mehr Glück beschieden und auch ihm gelang es nicht, die IWC in die schwarzen Zahlen zu führen. Die Wirtschaftskrise in Europa wie auch die hohen Einfuhrzölle in den USA wirkten sich negativ auf die Bilanzen der IWC aus, weswegen Seeland das Unternehmen 1879 verliess.

Der Durchbruch

Nachdem zwei amerikanische Geschäftsführer die IWC erfolglos geführt hatten, kaufte 1879 der Schaffhauser Industrielle Johannes Rauschenbach-Vogel die Firma auf. Ihm gelang in den folgenden Jahrzehnten der Durchbruch und später auch unter der Leitung seines Sohnes Johannes Rauschenbach-Schenk. Dessen zwei Töchter, die ältere Emma Rauschenbach ehelichte 1903 den Psychologen und Psychiater Carl Gustav Jung, der dadurch Teilhaber der IWC wurde, während die jüngere Tochter, Bertha Margaretha im selben Jahr den Schaffhauser Industriellen Ernst Jakob Homberger heiratete. Ihr Ehemann war der Direktor der Georg Fischer AG Industriebetriebe. Ab 1929 begann er Firmenanteile seines Schwagers C. G. Jung zu erwerben und wurde später Alleininhaber der IWC. Im Jahre 1955 übernahm sein Sohn Hans Ernst Homberger die alleinige Leitung des weiterhin gut florierenden Unternehmens.

Die Quartzkrise

Im Quartzuhrenboom der 1970er und 1980er Jahre gingen massiv Marktanteile verloren. Darauf folgte unter Günter Blümlein ein wirtschaftlicher Erfolg, da er die Firma wieder auf klassische mechanische Komplikationen spezialisierte. IWC gehört zu den wenigen bekannten Schweizer Uhrenmanufakturen, die kontinuierlich produziert haben und während der Quarzkris nicht schliessen mussten.
IWC gehört seit dem Jahr 2000 der Schweizer Richemont-Gruppe

Gerüchte um IWC

IWC war ins Gerede gekommen für die bisweilen als diskriminierend empfundene Imagekampagne „Fast so kompliziert wie eine Frau. Aber pünktlich.“, jedoch gewann die Zürcher Werbeagentur Wirz 2001 den „Swiss Effie“ dafür.

Auch brachte diese Kampagne der Firma eine Beschwerde bei der Schweizer Lauterkeitskommission ein.
Wie solche Geschichten laufen, gibt es schnell Trittbrettfahrer, aber in dieser Form wird selbst die IWC es nicht erwartet haben. Sie wurden selber auf’s Korn genommen, dazu folgende Stellungnahme:
Stellungnahme und Richtigstellung der IWC Schaffhausen und Wirz Werbung, Zürich, vom 18.12.2003 (gekürzt):
“Bei der Schlagzeile “… Tickt aber richtig” handelt es sich um ein Fake mit unbekannter Herkunft. Das Sujet ist daher auf der Website nicht vorhanden.
Die Firmen IWC Schaffhausen und Wirz Werbung, Zürich, bedauern die Existenz und die Publizität dieses Elaborats unbekannter Herkunft. Das Plagiat ist offensichtlich in Anlehnung an die Werbekampagne von IWC entstanden, die seit vier Jahren mit dem Slogan “IWC. Seit 1868 und solange es Männer gibt.”, wirbt. Mit den heute fast jedermann zur Verfügung stehenden Mitteln elektronischer Bildbearbeitung ist es leider relativ einfach, z.B. ein Plakat so abzuändern, dass es als echt erscheint und für das Original genommen wird – zumal im vorliegenden Fall das Plakat mit Umgebung gezeigt wird, um Echtheit zu suggerieren. Es braucht schon eine Fachperson um fest zustellen, dass es sich um eine Fotomontage handelt. Wir bedauern diesen Vorfall ausdrücklich.”
“IWC. Seit 1868. Und solange es noch Männer gibt.” So lautet die Position, die wir mit der Kampagne beziehen. Natürlich nicht im Sinne einer Kampfansage gegen die Stellung der Frau, sondern vielmehr als nicht so tierisch ernst gemeintes Plädoyer für die Männlichkeit und mit dem erklärten Marketingziel vor Augen, zu den bestehenden neue Käufersegmente für die Marke IWC zu erschließen.
Überraschenderweise sind es mehr Frauen als Männer, welche die in den Aussagen steckende Ironie erkennen vielleicht, weil gerade sie sich schon seit langem ernsthaft genug mit dem Thema “Geschlechterrollen/Geschlechterkampf” auseinandergesetzt haben.”
(Zitat aus http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Public%20Affairs.php?id=3192)

Zielsetzung von IWC: der Pellaton Aufzug

IWC konzentriert sich auf klassische mechanische Komplikationen. Dazu gehört der Pellaton Aufzug. Die Konstruktion des automatischen Aufzugs von „Albert Pellaton“ mit einem Exzenter und zwei grossen Klinken stellt eine technische Besonderheit dar. IWC hat diese Automatik in den Serien der Baureihe „Kaliber 85“ verwendet. Das Pellaton Uhrwerk ermöglicht eine Gangreserve von 7 Tagen.

Das IWC-Uhrenmuseum

IWC hat ein hauseigenes Uhrenmuseum im Juni 2007 in Schaffhausen eröffnet. Dort werden über 230 Exponate aus den IWC-Kollektionen aus über 140 Jahren ausgestellt.

IWC Produktlinie

Die Produktlinie von IWC umfasst folgende Uhrenmodelle:
IWC Vintage Collection
Grande Complication
Portugieser
Da Vinci
Aquatimer
Ingenieur
Fliegeruhren Classics
Fliegeruhren Spitfire
Portofino

Höhepunkte bei IWC

Kürzlich hat IWC die komplizierteste Uhr ihrer Geschichte vorgestellt, und zwar die Portugierser Siderale Scafusia. Diese Uhr zeichnet sich durch die Fähigkeit der Anzeige astronomischer Angaben aus wie die Sternzeit, eine individuelle Sternkarte und dazu einen Ewigen Kalender und einen Konstantkraft-Tourbillon.

IWC ist eine Firma, die heutezutage über 600 Millionen Schweizer Franken umsetzt und von George Kern zu grossem Erfolg geführt wurde. George Kern hat gerade zu Breitling gewechselt. Seit April 2017 ist Christoph Grainger-Herr CEO von IWC.

Michael Friedberg, ein bekannter IWC Sammler und einstiger Moderator der IWC Forums auf der IWC Homepage, hat ein interessantes Interview mit dem derzeitigen CEO geführt, welches hier verlinkt ist.

 

Die Breguet Story

Die Breguet Story

Man muss sagen, Breguet ist wahrscheinlich die, oder zumindest eine der Firmen, die die umfangreichste und tiefste Geschichte in der feinen Uhrmacherei in der Schweiz vorweisen kann.

Der Gründer

Das fängt mit dem berühmten Gründer an, geht mit über 200 Patenten, die über die Jahrhunderte angemeldet wurden, weiter, und hört auch nicht mit der Hora Mundi auf, die als erste Zweizeitzonenuhr in einem Moment die Zeitzonen wechseln kann, indem man einen Drücker auf der linken Seite drückt. Und der Drücker bietet sogar zwei Alternativen, wie man die Zeitzone wechseln, entweder direkt indem man draufdrückt und loslässt, oder indem man den Drücker gedrückt hält und ganz langsam loslässt, dann kann man zuschauen, wie der Zeiger sich ganz langsam auf die zweite Zeitzone einstellt. Ein faszinierendes System. Und natürlich nicht zu vergessen, Breguet ist der Erfinder des Tourbillion, ein Mechanismus, der die Ganggenauigkeit steigert indem er die Erdanziehungskraft ausgleicht, zumindest in der Vertikale.

Sein Leben

Abraham-Louis Breguet war in Neuchatel, der heutigen Schweiz, am 10.1.1747 geboren. Seine Vorfahren waren Franzosen. Die gesamte Geschichte der Uhrmacherei wurde von kaum jemanden so stark beeinflusst wie von Breguet.

A-L Breguet verlor seinen Vater Jonas-Louis im Alter von 11 Jahren. Daraufhin hat seine Mutter den Cousin, Joseph Tattet, ihres Ehemanns geheiratet, welcher aus einer Familie von Uhrmachern stammte.

Im Jahre 1762 hat Tattet den jungen Breguet nach Paris mitgenommen, wo sich die Dinge beruhigt hatten. Dort wurde er Schüler eines Meisteruhrmachers von Versailles, dessen Name leider unbekannt ist.

Er hat dort seine Lehre beendet und hat daraufhin bei zwei der besten Uhrmacher, Ferdinand Berthoud (1727-1807) und Jean-Antoine Lépine (1720-1814), gearbeitet.

Breguet hat schnell verstanden, wie wichtig Mathematik ist und sich im Collège Mazarin unter der Führung von Abbé Marie eingeschrieben. Marie war äusserst beeindruckt von seinem Talent und Intelligenz. Es war auch Marie, der die wichtige Rolle übernahm, A-L Breguet dem Französischen Hof und dem Adel vorzustellen, der später auch seine Kunden stellte.

Das Leben von Breguet war alles andere als leicht, früh hat er auch seine Mutter verloren. Trotzdem hat er 1775 am Quai de l’Horloge Nummer 39 in der Ile de la Cité, nahe der Seine, seine Firma gegründet. Da war er gerade einmal 28 Jahre alt.

Im Jahr 1783 beauftragte der Graf Axel Von Fersen, der sowohl ein Freund der Königin als auch der angebliche Liebhaber war, Breguet mit einer Uhr, die jede bekannte Komplikation enthalten sollte als Geschenk für Marie Antoinette. Diese Uhr trug die Nummer 160.

Trotz, oder gerade wegen aller Härte in seinem Leben, war Breguet ein genialer Erfindergeist. Der Tourbillon geht auf ihn zurück wie oben schon erwähnt.

Der Tourbillon hat Breguet in die feinsten und elitärsten Kreise katapultiert. Im Jahre 1801 wurde er Teil eines elitären Kreises von Erfindern, und der französische Innenminister hat diesem brillianten Uhrmacher ein Patent für seinen neuartigen Regulator gewährt.

Anfrage einer Königin

Während Taschenuhren damals die Norm darstellten, bekam Breguet eine Anfrage von Königin von Neapel, Caroline Murat. Sie wollte eine einzigartige Uhr: eine Armbanduhr. Die Uhr sollte ovale Formen vorweisen und einzigartig sein in jeglicher Art. Das Armband bestand aus einer Art Haarzopf mit einem goldenen Faden. Es dauerte bis 1812 als Breguet sich komplett durchgesetzt hat und das Gesamtkonzept der Uhr auf den Kopf gestellt hat. Von einem Objekt, dass sein Leben in einer Tasche fristete, wurde die Uhr zu einem Stück Schmuck, welches voller Stolz am Arm getragen wurde. Man muss sich die Zeit, in der er das geschafft hat, vor Augen halten, um die wahre Bedeutung er erfassen. Ganz klar wurde die Uhr damit praktischer und nützlicher, die Bequemlichkeit die Zeit abzulesen war zu dem Zeitpunkt einmalig. Damit nicht genug.

Die erste Aufzugskrone

Im Jahr 1830, sieben Jahre nach dem Tod seines Vaters, hat sein Sohn an den Grafen Charles de L’Espine die erste Uhr verkauft ohne einen Aufzugsschlüssel, sondern mit einem Mechanismus, wie wir es heute mit der Aufzugskrone kennen.

Diese Breguet Uhr mit der Nummer 4952 hatte also im Grunde genommen den ersten Aufzugsmechanismus über eine Krone um die Zeit zu stellen und den Aufzug der Uhr zu gewährleisten. Man darf hier also gut davon sprechen, dass es die Geburtsstunde der modernen Aufzugsuhr darstellt.

Die Breguet-Ziffern

Zu alledem kommt, dass nach Breguet die eleganten arabischen Zahlen auf Zifferblättern benannt sind, die nennt man heute Breguet Ziffern.

Die Breguet-Zeiger

Auch werden die Zeiger mit den offenen Kreisen vor der Spitze nach Breguet benannt. Sein Einfluss auf die Haute Horlogerie ist nicht nur unverkennbar, er mag wohl zu den bedeutendsten Uhrmachern gehören, die es jemals gab.

Ups and Downs

Wie Breguet selber, ging auch die Firma über Jahrhunderte durch nicht immer ganz einfache Zeiten.

Die Firma wurde zwar immer wieder an die Nachfahren vererbt, es gab aber auch eine Unterbrechung als die zwei Töchter der Sohn von Louis Antoine (1851–1882) die Firma nicht übernehmen wollten. Im Zuge dessen hat der Englische Uhrmacher Edward Brown of Clerkenwell die Fabrik in Paris gemanaged. Er wurde später Partner und nach dem Enkel seinem Tod sogar Eigentümer und Vorstand der Firma. Brown starb 1895, seine beiden Söhne, Edward und Henry, übernahmen jedoch die Firma. Edward ging Anfang 1900 in Rente, danach hat Henry Brown die Leitung der Firma übernommen.

Breguet heute

Auch heutzutage ist Breguet ganz vorne, wenn es um die neuesten Entwicklungen geht.

Im Jahre 1929 hat die Firma Breguet den ersten Ewigen Kalendar hergestellt. Die Uhr mit der Nummer 4244 wurde 1934 für 11000 CHF an Monsieur Jean Dollfus (die Firma Dollfus existiert bis heute unter www.dmc.com), einem großindustriellen Erben, verkauft. Er hat die Uhr seinem Bruder geschenkt, nachdem dieser seine 500. Flugstunde gefeiert hatte. Damit galt sein Bruder offiziell als „erfahrener“ Pilot. Es ist nicht 100% sichergestellt, aber wahrscheinlich war dies die erste Armbanduhr mit einem Ewigen Kalendar, zumindest der nicht ursprünglich als Taschenuhr konzipiert war.

Nur Patek Philippe hat zu der Zeit noch einen Ewigen Kalender gebaut.

Die beiden Firmen haben als einzige vor dem Weltkrieg diese Komplikation hergestellt.

Diese Uhr wurde wohl bei Christies versteigert vor nicht allzu langer Zeit. Leider kann ich die Auktion nicht finden. Auch weiss ich nicht den genauen Preis, den sie erzielt hat. Man kann das sicher mit etwas mehr Einsatz über Google herausfinden.

Breguet hat 1992 die Firma Lemania übernommen, bekannt für seine schönen Chronographen Werke.

1999 hat dann die Swatch Gruppe Breguet übernommen.

Breguet Modellreihen

Die Modellreihen von Breguet umfassen 6 Modellvarianten, die sich eher an das männliche Publikum richten, während die 7. und 8. Modellreihe eher für das weibliche Publikum gedacht ist.

Zu den ersten 6 Reihen gehören die Tradition, die Classique, die Classique Complications, die Marine, die Héritage und natürlich die Type XX – XXI – XXII. Die verbleibenden zwei sind die Reine de Naples und Haute Joaillerie.

Übrigens, das charakteristische Breguet Guilloche Zifferblatt, das wir heute auf den Uhren finden, gibt es seit 1786. Das schöne daran ist, dass die Firma sich insgesamt sehr an ihre eigene Geschichte hält.

 

Die Bulgari Story

Die Bulgari Story

Das 1884 gegründete Familienunternehmen ist heute der drittgrößte Schmuckhersteller der Welt und zählt heute weltweit rund 200 Geschäfte.

Der Name Bulgari

Der Name des Schmuckherstellers stammt vom Unternehmensgründer Sotirios Voulgaris ab, welcher in Italien unter dem Namen Sotirio Bulgari bekannt war. Das V im Namen BVLGARI steht hierbei dabei für das lateinische U.

Sotirios Voulgaris

Der Goldschmied Sotirios Voulgaris eröffne in Paramythia, einem kleinen Dorf in Epirus, sein erstes Geschäft. In Rom eröffnete er schließlich 1881 mehrere Gold- und Antiquitätengeschäfte. Eines seiner ersten Geschäfte, welches in Via Sistina war, steht heute sogar unter Denkmalschutz. Das vorerst an Kunden aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien gerichtete Unternehmen, wurde mit der Zeit zu einem weltweit bekannten Schmuckhersteller. Sotirios verstarb 1934. Zwei Jahre zuvor übernahmen seine Söhne die Geschäftsleitung.

Bulgari im Wandel der Zeit

Angefangen in einem kleinen Dorf, wurden schon in den 1970er-Jahren die ersten Geschäfte in Städten wie Genf und Monte Carlo und den Metropolen New York und Paris eröffnet. 1990 brachte Bulgari seine ersten eigenen Parfums auf den Markt und 2004 wurde sogar das erste Bulgari-Hotel in Mailand eröffnet. 2006 folgte ein weiteres in Bali und 2012 in London. Dadurch, dass Bulgari 1995 an die italienische Börse ging, konnte schon 1997 eine Umsatzsteigerung von 150% erwirtschaftet werden.
2011 erwarb die LVMH-Gruppe (Moët Hennessy Louis Vuitton) 51% des Kapitals von Bulgari. Im Frühling 2012 verkaufte die Familie die LVMH-Anteile für 236,7 Millionen Euro.

Stil-Ikonen von Bulgari

Marlene Dietrich, Elizabeth Taylor, Audrey Hepburn, Romy Schneider… das sind nur einige der Filmstars, die aufgrund der Gründung der Cinecitta-Studios (1937) in Rom zu den Kunden des römischen Geschäftes von Bulgari wurden.

Die Entwicklung der Formen

Die ursprünglich schlichten Formen und der geometrische Stil der 1920er-Jahre, wurden schon 1930 durch Kreationen mit Diamantmustern und den farbenfrohem Saphir, Smaragd und Rubin erweitert. Aufgrund des zweiten Weltkrieges musste in der Schmuckherstellung das bevorzugte Platin durch Gold ersetzt und die Anzahl der Edelsteine reduziert werden. Doch schon wenig später – der Krieg war Gott sei Dank vorbei – konnten sie durch den Wirtschaftsboom wieder zu den alten Traditionen zurückkehren. Zudem wurden Cabochons zum Markenzeichen von Bulgari. Die 1970er-Jahre waren vor allem geprägt durch Pop-Art-Motive, welche von Andy Warhol inspiriert waren, und durch exotische Schlangenmotive. Im Laufe der Jahre wurden immer öfter lebhafte Farben und einfache Formen verwendet und erinnern somit wieder an den ursprünglichen Gedanken.

Save the Children

Bulgari spendete von 2009 bis 2011 insgesamt 12 Millionen Euro an die weltweit größte Kinderrechtsorganisation. Mit Hilfe dieser Spenden konnte 334.101 Kindern geholfen werden und es wurden 9.899 Lehrer ausgebildet. Zudem fanden an 206 Schulen Rehabilitierungsmaßnahmen statt.

Kooperationen

Der Cadillac XLR des Unternehmens General Motors zeichnete besonders ein von Bulgari entworfener Keyless-Go-Schlüssel und ein Armaturenbrett mit Echtholzapplikationen aus Eukalyptusholz aus. Diese Besonderheit wurde ausschließlich im Cadillac XLR von 2004-2009 verarbeitet.

Die Bulgari-Uhrenkollektion

Folgende Produktreihen gehören zur Bulgari-Uhrenkollektion: Bulgari-Bulgari, Sotirio-Bulgari, Assioma, Astrale, Serpenti, B.Zero1, Daniel Roth, Rettangolo, Ergon, Diagono und Octo.

 

Die Breitling Story

Die Breitling Story

Als Léon Breitling 1884 das gleichnamige Unternehmen im schweizerischen Saint-Imier gründete, konnte er nicht wissen, wer hundert Jahre später seine Uhren tragen würde und zu welcher schier unglaublichen Größe sein Unternehmen nach dieser langen Zeit herangewachsen war. Und besonders ist hervorzuheben, dass es bis heute die ganz ursprüngliche Firmen-DNA ist, die Uhrensammler und Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Ein Artikel in der Revue Internationale d’Horlorgerie

Im Jahre 1915 – das Unternehmen war zwischenzeitlich nach La-Chaux-de-Fonds umgesiedelt und Gaston Breitling hatte das Erbe seines Vaters angetreten – erschien in der Revue Internationale d’Horlorgerie ein Artikel, der alles Vorangegangene verändern sollte. Das Uhrenmagazin berichtete in jenem Artikel über den sogenannten “Chronograph-Bracelet”, frei übersetzt dürfte es soviel heißen wie “Die Stoppuhr am Armband”. In dieser Epoche des 20. Jahrhunderts begannen sich Armbanduhren rapide durchzusetzen. Bis dahin trugen meist die Herren noch Taschenuhren, die an den berühmten Ketten in der Weste getragen wurden. Diesen Artikel könnte man also liebevoll als den Startschuss für die erfolgreiche Breitling-Chronographen-Story bezeichnen …

Die ersten Breitling Chronographen

Dieser erste Chronograph besaß einen zentralen Chronographenzeiger und einen Totalisator mit einer 30-Minuten-Skala. Wie sich herausstellen sollte, war das eine schicksalhafte Zäsur in der Firmengeschichte Breitlings. Denn die Entwicklung und die Fertigung von hochwertigen Chronographen wurde ein zentrales Momentum der Manufaktur. So war es nur die logische Konsequenz, dass Breitling im Jahre 1923 den ersten unabhängigen Chronographendrücker einführte. Im Jahr 1934 folgte dann das, was für uns heute als absolute Normalität erscheint: der zweite Chronographendrücker, der die sofortige Nullstellung ermöglicht.

Das Militär zählt auf Breitling

Vor Beginn des zweiten Weltkriegen – um genau zu sein im Jahr 1936 – kaufte die Royal Airforce Großbritanniens Borduhren für ihre Flugzeuge von Breitling. Die amerikanischen Piloten der US Army Airforce schnallten sich ab 1942 den Chronomat von Breitling ums Handgelenk. Diese Handaufzugsuhren boten den Piloten etwas revolutionär Neues. Etwas, das uns heute als völlig selbstverständlich erscheint und etwas, das aus der Welt der Armbanduhren gar nicht mehr wegzudenken ist: Den Rechenschieber. Noch einen oben drauf setzte dann 1952 eine weitere Legende. Die Rede ist natürlich vom Navitimer (ausgesprochen wird er übrigens NAVItimer und nicht wie häufig fälschlicherweise NAVYtimer, weil der Wortursprung von NAVIgation herrührt und nicht von der NAVY).
Die Lünette des Navitimer, die auf der Lünette des Chronomaten aufsetzt, wurde von den Breitling-Ingenieuren erheblich weiterentwickelt. Nun konnte der Pilot auf langen Strecken den Treibstoffverbrauch, Steig- oder Sinkflugraten und Durchschnittsgeschwindigkeiten berechnen. Damals – ohne GPS – eine rein mechanische Komplikation, die über Leben und Tod entscheiden konnte.

Aus der Luft ins Wasser

Nachdem Breitling die Cockpits der amerikanischen und britischen Flugzeuge erobert hatte und mit ihnen um die Welt flog, tauchte Breitling 1958 ab. Und zwar ganz tief ins Meer. Das machte eine Uhr möglich, die diesmal nicht für Militär- und Regierungsinstanzen, sondern ganz und gar für den Privatmann entwickelt wurde. Die Rede ist von der Breitling Superocean. Eine wasserdichte Taucheruhr, die dank ihres automatischen Aufzuges das Aufschrauben und Herausziehen der Krone zum Aufziehen überflüssig machte und somit absolute Trockenheit im Inneren der Uhr garantierte.

Breitling in den 80er Jahren

Breitling hatte im Gegensatz zu vielen anderen Uhrenmarken und -herstellern nicht so stark mit der Quarzkrise zu kämpfen. Das lag zum Einen an der guten Unternehmensführung – das Unternehmen wurde 1979 vom letzten Breitling-Sprössling Willy Breitling an den Piloten Ernest Schneider verkauft – sowie an den stets guten Kontakten zu Airforces und Pilotenvereinigungen. Aber auch die immer wieder neuen Erfindungen im Bereich der Funktionsuhren festigten zu Recht den Mythos Breitling.

Die Breitling Emergency

Mit der Emergency präsentiert Breitling die weltweit allererste Armbanduhr mit authentischer Zweifrequenz-Notfunkbake. Damit stellt Breitling nach eigenen Angeaben sein Streben nach bahnbrechenden Innovationen im Bereich der Elektronik einmal mehr unter Beweis.

Breitling heute

80% der Breitling Montres S.A. wurden im Jahre 2017 vom britischen Finanzinvestor CVC Capital Partners übernommen. Die restlichen 20% der Firmenanteile verbleiben aber im Besitz der Familie Schneider.