Die Rolex Story

Die Rolex Story

Rolex ist – wie wahr­schein­lich mitt­ler­weile jeder weiß – die wert­vollste und größte Uhren­marke der Welt. Das Unter­neh­men Rolex wurde bereits 1905 vom gebür­ti­gen Kulm­ba­cher Hans Wils­dorf gegrün­det. Der Sitz der Akti­en­ge­sell­schaft befin­det sich heute, nach­dem es in Deutsch­land und Eng­land ansäs­sig war, in Genf, in der Schweiz.

Die Uhr als Han­dels­ware

In den 20er und 30er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts war es durch­aus nicht üblich, den Fir­men­na­men auf das Zif­fer­blatt zu einer Uhr zu dru­cken. Übli­cher war es, auf den Zif­fer­blät­tern die Namen jener Juwe­liere zu plat­zie­ren, die die Uhren ver­kauf­ten. Aber wie kam es zum Namen ROLEX?! Geschich­ten zur Namens­fin­dung ROLEX gibt es unzäh­lige.

Der Name Rolex

Ob der Name Rolex tat­säch­lich aus dem fran­zö­si­schen „hor­lo­ge­rie exqui­site“ oder dem spa­ni­schen Wör­tern „reloj excel­ente“ ent­stan­den ist, sei ein­fach mal dahin­ge­stellt. Aber fol­gende Story hat es immer­hin bis in Wiki­pe­dia geschafft. Hans Wils­dorf, der Meis­ter selbst, spricht: „Der erste Schritt war die Wahl des Namens selbst. Er war so kurz und dabei so ein­präg­sam, dass dane­ben auf dem Zif­fer­blatt auch der Name des eng­li­schen Uhren­ge­schäf­tes noch genü­gend Platz hätte. Was aber beson­ders wert­voll ist: ROLEX tönt gut, ist leicht zu behal­ten und wird zudem in allen euro­päi­schen Spra­chen gleich aus­ge­spro­chen.“

Das Sym­bol der Krone als Logo

Aber zum Fir­men­na­men Rolex fehlte noch ein geeig­ne­tes Fir­men­zei­chen, ein Logo! Was folgt ist ein wei­te­rer Genie­streich. Was wäre die Marke Rolex ohne die das Sym­bol der Krone? Die Krone ist eine Idee aus einer Zeit, in der noch nicht alle Bild­sym­bole und Icons für Bild­mar­ken ver­grif­fen waren. Die Krone als Mar­ken­zei­chen wurde in den 40er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts nach und nach der Wort­marke über­stellt, bis sie schließ­lich fes­ter und berühm­ter Bestand­teil der Marke wurde.

Grund­stein­le­gung des Erfol­ges

Aber ein genia­ler Name und ein ebenso genia­les Fir­men­zei­chen rei­chen nicht aus, um die wert­vollste Marke der Welt zu wer­den. Rolex baute und ver­trieb sehr erfolg­reich klas­si­sche Her­ren und Damen­uh­ren. Aber auch das ist noch nicht die ganze Geschichte, die Lieb­ha­ber welt­weit begeis­tert. Das Geheim­nis des Erfol­ges waren der Pio­nier– und Erfin­dungs­geist von Hans Wils­dorf und sei­nem Team. Bis heute ent­wi­ckelt Rolex neue Erfin­dun­gen und mel­det sie zum Patent an. Das Oyster­ge­häuse war das erste staub– und was­ser­dichte Uhren­ge­häuse. Staub war damals der viel ernst­zu­neh­men­dere Stör­fak­tor für Uhren und Uhr­ma­cher. Ganz ein­fach, weil Uhren damals zum Auf­zie­hen häu­fig geöff­net wer­den muss­ten.

Mer­ce­des Gleitze

Um der gan­zen Welt die Was­ser– und Staub­dich­tig­keit sei­ner Uhren zu bewei­sen und seine Marke gleich­zei­tig wir­kungs­voll in Szene zu set­zen, schwamm am 7. Okto­ber 1927 Mer­ce­des Gleitze mit einer Oys­ter am Hand­ge­lenk durch den Ärmel­ka­nal. Hans Wils­dorf buchte die erste Seite der New York Times als Anzeige mit der Story und setzte so ganz neben­bei auch im Mar­ke­ting neue Maß­stäbe. Seine water­pro­o­fed Oyster-​​Gehäuse waren nun welt­be­rühmt.

Stil-​​Ikonen von Rolex

Schließ­lich änderte sich aber das Mode­be­wusst­sein und das Tra­ge­ver­hal­ten der männ­li­chen Kund­schaft. Die Zeit der vor­neh­men Taschen­uh­ren an Ket­ten und die Zeit von klei­nen, gol­de­nen Schmu­ck­uh­ren mit Emaille-​​Zifferblättern neigte sich dem Ende ent­ge­gen. Was die Män­ner in der 1950er und 1960er Jah­ren woll­ten, war etwas ganz ande­res, etwas wirk­lich neues. Und Rolex traf wie­der voll ins Schwarze. Alle Modelle, die Rolex in jener Zeit ins Leben rief, wur­den – und zwar jede von ihnen – zu Stil-​​Ikonen! Das gilt unver­än­dert bis heute.

Die bekann­ten Rolex Modelle

Das Design von Arm­band, Gehäuse und Zif­fer­blatt ist sucht bis heute ver­geb­lich sei­nes­glei­chen. Die uner­reichte Qua­li­tät und die mas­ku­line Robust­heit der Sub­ma­ri­ner, der GMT Mas­ter, der Datejust, der Explo­rer waren Voll­tref­fer. Die Uhren tauch­ten zum tiefs­ten Punkt der Welt, dem Maria­nen­gra­ben. Die Uhren bestie­gen den höchs­ten Punkt der Welt, den Mount Ever­est. Nur eine Uhr wollte sich bei Rolex der Legende nach nicht so ver­kau­fen, wie gewollt. Das war der Chro­no­graph, also die Arm­band­uhr mit Stopp­funk­tion. Sie hatte damals noch ein Hand­auf­zugs­werk. Zu der Zeit – Ende der 60er Jahre – wurde aber just das Auto­ma­tik­werk für Chro­no­gra­phen fer­tig ent­wi­ckelt. Wer also wollte schon eine alt­mo­di­sche Stopp­uhr?! Aus ihr wurde spä­ter die berühm­teste Uhr der Welt: die Day­tona!
Im Laufe der Jahre ent­stan­den viele wei­tere neue Modelle, wie die Yacht­mas­ter, die Skyd­wel­ler, die Sead­wel­ler, die Deep­sea. Alle Rolex Modelle avan­cier­ten mitt­ler­weile zu Legen­den.

Die Rolex Arm­bän­der

Die wich­tigs­ten Refe­renz­num­mern von Rolex im Über­blick:

Die suk­zes­sive Umstel­lung von Ple­xi­glas auf Saphirg­las begann bei den ers­ten Model­len um 1978 (Day Date) und fand ihren krö­nen­den Abschluss Ende der 1980er Jahre (GMT MAS­TER II und Day­tona).

Datejust 1600
Datejust 1601
Datejust 1603
Datejust 16030
Datejust 16234
Datejust 116234

Datejust II 116300
Datejust II 116333
Datejust II 116334

Day Date 1803
Day Date 18239
Day Date 118239
Day Date 118296
Day Date 118338
Day Date 118339
Day Date 118346
Day Date 118348
Day Date 118366
Day Date 118388
Day Date 118389
Day Date 118398

Day Date II 218206
Day Date II 218235
Day Date II 218238
Day Date II 218239
Day Date II 218348
Day Date II 218349
Day Date II 218398
Day Date II 218399

Day­tona 6239
Day­tona 6240
Day­tona 6241
Day­tona 6239
Day­tona 6240
Day­tona 6241
Day­tona 6262
Day­tona 6263
Day­tona 6264
Day­tona 6265
Day­tona 6240
Day­tona 6241
Day­tona 16518
Day­tona 16519
Day­tona 16520
Day­tona 16523
Day­tona 16528
Day­tona 16568
Day­tona 116505
Day­tona 116509
Day­tona 116515
Day­tona 116518
Day­tona 116519
Day­tona 116520
Day­tona 116523
Day­tona 116528
Day­tona 116568
Day­tona 116589
Day­tona 116598
Day­tona 116599

Explo­rer 1016
Explo­rer 1038
Explo­rer 5500
Explo­rer 5501
Explo­rer 5504
Explo­rer 6098
Explo­rer 6150
Explo­rer 6298
Explo­rer 6305
Explo­rer 6350
Explo­rer 6610
Explo­rer 14270
Explo­rer 114270
Explo­rer 214270

Explo­rer II 1655
Explo­rer II 16550
Explo­rer II 16570
Explo­rer II 216570

Gmt-​​Master 6542
Gmt-​​Master 1675
Gmt-​​Master 16700
Gmt-​​Master 16713
Gmt-​​Master 16750
Gmt-​​Master 16753
Gmt-​​Master 16758

Gmt-​​Master II 16710
Gmt-​​Master II 16713
Gmt-​​Master II 16718
Gmt-​​Master II 16760
Gmt-​​Master II 116710
Gmt-​​Master II 116713
Gmt-​​Master II 116718
Gmt-​​Master II 116758,
Gmt-​​Master II 116759

Milg­auss 6541
Milg­auss 1019
Milg­auss 116400
Milg­auss 116400GV

Oyster­quarz Datejust 17000
Oyster­quarz Datejust 17013
Oyster­quarz Datejust 17014d

Oyster­quarz Day-​​Date 19018
Oyster­quarz Day-​​Date 19019
Oyster­quarz Day-​​Date 19028
Oyster­quarz Day-​​Date 19048
Oyster­quarz Day-​​Date 19049
Oyster­quarz Day-​​Date 19149

Yacht Mas­ter 16622
Yacht Mas­ter 16623
Yacht Mas­ter 16628
Yacht Mas­ter 68623
Yacht Mas­ter 68628
Yacht Mas­ter 69623
Yacht Mas­ter 69628
Yacht Mas­ter 168622
Yacht Mas­ter 168623
Yacht Mas­ter 168628
Yacht Mas­ter 169622
Yacht Mas­ter 169623
Yacht Mas­ter 169628
Yacht Mas­ter 116622

Yacht Mas­ter II 116681
Yacht Mas­ter II 116688
Yacht Mas­ter II 116689

Sub­ma­ri­ner 5508
Sub­ma­ri­ner 5512
Sub­ma­ri­ner 5513
Sub­ma­ri­ner 5514
Sub­ma­ri­ner 5517
Sub­ma­ri­ner 6200
Sub­ma­ri­ner 6204
Sub­ma­ri­ner 6205
Sub­ma­ri­ner 6536
Sub­ma­ri­ner 6538
Sub­ma­ri­ner 6538A
Sub­ma­ri­ner 14060
Sub­ma­ri­ner 14060M
Sub­ma­ri­ner 114060

Sub­ma­ri­ner Date 1680
Sub­ma­ri­ner Date 16800
Sub­ma­ri­ner Date 168000
Sub­ma­ri­ner Date 16610
Sub­ma­ri­ner Date 16610LV
Sub­ma­ri­ner Date 16613
Sub­ma­ri­ner Date 16618
Sub­ma­ri­ner Date 16803
Sub­ma­ri­ner Date 16808
Sub­ma­ri­ner Date 116610
Sub­ma­ri­ner Date 116613
Sub­ma­ri­ner Date 116618
Sub­ma­ri­ner Date 116619

Sea-​​Dweller 1665
Sea-​​Dweller 16600
Sea-​​Dweller 16660
Sea-​​Dweller 116600

Deep­sea 116660

Sky-​​Dweller 326935
Sky-​​Dweller 326938
Sky-​​Dweller 326939
Sky-​​Dweller 326139

Die Patek Philippe Story

Die Patek Phil­ippe Story

Der Slo­gan der Marke Patek Phil­ippe ist wahr­schein­lich einer der bes­ten Slo­gans, die es je gab. Er lau­tet „Eine Patek Phil­ippe gehört einem nie ganz allein. Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigent­lich bewahrt man sie schon für die nächste Gene­ra­tion.“ Jeder, der schon ein­mal ver­sucht hat, viel Inhalt auf wenig Raum zu ver­tei­len, erfreut sich an der genia­len Leis­tung die­ses Marketing-​​Coups.

Die Grün­dung von Patek Phil­ippe

Patek Phil­ippe wurde im Jahr 1839 von Antoine Nor­bert Graf de Patek gegrün­det. Die fei­nen Uhren, die wir heute als die bes­ten der Welt bezeich­nen, ent­stan­den aber erst nach­dem sich der Graf de Patek mit Jean-​​Adrien Phil­ippe zu Patek Phil­ippe ver­einte.

Das Fir­men­zei­chen

Große Fir­men haben beson­dere Fir­men­lo­gos. So natür­lich auch das Haus Patek Phil­ippe. Die Manu­fak­tur wählte sich als Bild-​​Logo das Calatrava-​​Kreuz. Hier­aus resul­tiert offen­sicht­lich auch die Bezeich­nung für die klas­si­schen Uhren: Die Calatrava-​​Modelle.

Patek Phil­ippe heute

Viele der gro­ßen und renom­mier­ten Uhren­ma­nu­fak­tu­ren wur­den im Laufe der Jahre von gro­ßen Luxus­kon­zer­nen ein­ver­leibt. Nicht so Patek Phil­ippe, das bis heute ein Fami­li­en­un­ter­neh­men ist. Die Firma wird seit 1932 bis heute sehr erfolg­reich von der Fami­lie Stern geführt. Der Jah­res­um­satz beträgt geschätzte 1.000.000.000 Schwei­zer Fran­ken.

Anmel­dung zum Patent: die Auf­zugs­krone

Eine ganz beson­dere Erfin­dung liegt der eigent­li­chen Grün­dung Patek Phil­ipps zugrunde. Es han­delt sich dabei um die Auf­zugs­krone. Bis in die 1830er Jahre öff­nete man an sei­ner Uhr einen Klapp­de­ckel, der das Uhr­werk frei­legte, um es mit Hilfe eines Kant­schlüs­sels auf­zu­zie­hen (oder man steckte den Schlüs­sel durch ein dafür vor­ge­se­he­nes Loch im Gehäuse). Jedes Öff­nen der Uhr barg aller­dings die Gefahr, dass Staub und Feuch­tig­keit ins das Gehäuse ein­trat. Das führte frü­her oder spä­ter unwei­ger­lich zu Stö­run­gen der Gang­werte. Die Auf­zugs­krone von Patek Phil­ippe löste sehr geschickt die­ses Pro­blem.

Calat­rava – die legen­däre Refe­renz 96

Seit 1932 – also seit jenem Jahr, in dem Fami­lie Stern das Unter­neh­men über­nahm – baut Patek Phil­ippe eine der schöns­ten Uhren über­haupt. Die Refe­renz 96, oder auch Calat­rava genannt. Diese Uhr könnte man auch als die Blau­pause der Dress­watch bezeich­nen. Sie besticht durch Ihre edle, dezente Erschei­nung, obwohl sie so gut wie nur in Edel­me­tall her­ge­stellt wird. Zur dama­li­gen Zeit waren Gehäu­se­durch­mes­ser von 33 bis 35 mm der Nor­mal­fall. Die größte Calat­rava misst heute satte 40 mm. Bis 1952 bestückte Patek Phil­ippe seine Uhren durch­weg mit Hand­auf­zugs­ka­li­bern. Erst ab dem Jahr 1953 fer­tigte Patek Phil­ippe Arm­band­uh­ren mit Auto­ma­tik­ka­li­bern.

Patek Phil­ippe bricht Rekorde

In der schil­lern­den und fas­zi­nie­ren­den Welt der mecha­ni­schen Uhren will jede Manu­fak­tur sich ihren Platz in der Hall of Fame sichern. Patek Phil­ippe hat das mit sei­nem Calibre 89 defi­ni­tiv geschafft. Zum 150. Firmen-​​Jubiläum stellte Patek Phil­ippe jenes Kali­ber 89 im Gehäuse einer Taschen­uhr vor. Diese Uhr besteht aus 33 Kom­pli­ka­tio­nen und 1728 Ein­zel­tei­len. Mit Fug und Recht kann Patek Phil­ippe behaup­ten, eine der kom­pli­zier­tes­ten – wenn nicht gar die kom­pli­zier­teste – Uhr der Welt gebaut zu haben.

Edle Dress­wat­ches

Was zeich­net eine Dress­watch aus? Eines klas­si­sche Dress­watch hat nur zwei Zei­ger, ein Leder­band und sie ist flach. Diese Uhren waren Hin­gu­cker, weil zu jener Zeit fla­che Uhr­werke – wir spre­chen über die 40er, 50er und 60er Jahre des letz­ten Jahr­hun­derts – ein Zei­chen für hohe Exklu­si­vi­tät waren. Nur die ganz hohe Inge­nieurs­kunst machte so etwas mög­lich. Patek Phil­ippe ist bis heute das Aus­hän­ge­schild für diese edlen Uhren, die von den Her­ren und Damen der fei­nen Gesell­schaft spa­zie­ren getra­gen wer­den. So gese­hen ver­wun­dern auch die extrem hohen Preise nicht wirk­lich. Im Jahr 1977 stellte Patek Phil­ippe das bis dahin flachste Auto­ma­tik­ka­li­ber der Welt vor. Das Patek Phil­ippe Kali­ber 240 misst nur eine Bau­höhe von unglaub­li­chen 2,4 Mil­li­me­ter.

Gen­fer Punze vs. Patek Philippe-​​Siegel

Die Gen­fer Punze ist das Qua­li­täts­merk­mal für feine Uhren schlecht­hin. Nur jene Uhren­ma­nu­fak­tu­ren, die alle unglaub­lich hohen Anfor­de­run­gen der Gen­fer Uhrmacher-​​Innung nach­weis­bar umset­zen, dür­fen die Gen­fer Punze auf ihr Kali­ber pun­zen. Patek Phil­ippe reichte die­ser Qua­li­täts­stan­dard aller­dings für ihre eige­nen Ansprü­che nicht aus. Des­we­gen kre­ierte das Unter­neh­men ein eige­nes Sie­gel und spielt so betrach­tet seit­dem in einer eige­nen Liga.

Vater und Sohn füh­ren das Unter­neh­men in neue Jahr­tau­send

Nach­dem Phil­ippe Stern, des­sen Fami­lie 1932 Patek Phil­ippe über­nahm, das Unter­neh­men erfolg­reich in die nächste Jahr­tau­send lei­tete, führt sein Sohn Thierry seit dem Jahre 2009 die Geschäfte fort. Auf­grund der gleich­blei­bend unglaub­lich hohen Qua­li­tät aller Pro­dukte des Hau­ses, scheint die Zukunft rosig. Fast schon unheim­lich pas­send zum Fir­mens­lo­gan: „Eine Patek Phil­ippe gehört einem nie ganz allein. Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigent­lich bewahrt man sie schon für die nächste Gene­ra­tion.“

Die Omega Story

Die Omega Story

Der Name Omega ist einer der ganz gro­ßen Namen der Uhren­ge­schichte. Viele Mil­lio­nen Men­schen tra­gen mit Stolz ihre Omega. Omega ist eine der berühm­tes­ten und eine der sagen­haf­tes­ten Uhren­mar­ken der Welt. Omega zählt seit jeher zur Crème de la Crème der Haute Horl­or­ge­rie. Bis der Wert der Marke ein­brach – und wie­der zum Auf­stieg ansetzte. Doch eins nach dem ande­ren …

Die Grün­dung

Omega wurde 1848 in La Chaux-​​de-​​Fonds, in der Schweiz gegrün­det. Damals hieß das Unter­neh­men aller­dings noch nicht Omega, son­dern trug den Namen des Grün­ders, Louis Brandt. Uhren wur­den aus zuge­kauf­ten Kom­po­nen­ten gefer­tigt. Zur Per­son Louis Brandt selbst gibt es bereits so viel zu erzäh­len, dass man dar­über einen Roman schrei­ben könnte. Er gehört zu den Men­schen, die in einem Leben mehr bewegt haben, als man anneh­men würde, dass es mög­lich sei.

Die Per­son Louis Brandt

Im Jahr 1800 wurde Louis Brandt im Schwei­zer Kan­ton Neu­en­burg gebo­ren und grün­dete hier die Uhren­fa­brik. Es galt Zeit sei­nes Lebens als ein streit­ba­rer aber auch radi­ka­ler Zoon Poli­ti­con. Sein Pri­vat­ver­mö­gen setzte unter ande­rem für die Ver­bes­se­rung der Kan­tons­fi­nan­zen ein. Er gehörte ver­schie­de­nen Räten des Kan­tons an und war Mit­glied der Eisen­bahn­kom­mis­sion. Er ver­starb im Jahre 1866.

Umzug nach Biel

Nach dem Tod Louis Brandts zog das Unter­neh­men, mitt­ler­weile von den Söh­nen des Grün­ders gelei­tet, nach Biel, eben­falls in der Schweiz. Das Unter­neh­men, das sich “Louis Brandt & Frè­res” nannte, durch­brach bereits im Jahr 1889 die Schall­mauer von 100.000 pro­du­zier­ten Uhren und beschäf­tigte rund 500 Mit­ar­bei­ter. Heute baut Omega pro Jahr geschätzte 700.000 Uhren.

Der Name Omega

Das Wort Omega stammt aus dem grie­chi­schen Alpha­bet und ist dort der letzte Buch­stabe. So gese­hen steht Omega (auch das Zei­chen) für Voll­en­dung. Zum ers­ten mal taucht der Name Omega in Zusam­men­hang mit einer Taschen­uhr im Jahre 1894 auf. Diese Taschen­uhr beher­bergte das Kali­ber 19” – das Omega genannt wurde. Mit die­sem Werk führte das Unter­neh­men erst­mals – für dama­lige Ver­hält­nisse – hoch­mo­derne Pro­duk­ti­ons­me­tho­den ein. Aber erst neun Jahre spä­ter, also 1903, wählte die Fami­lie den Begriff Omega als nun ganz offi­zi­el­len Fir­men­na­men.

Hoch­wer­tige Tech­nik

Nach Rolex ist Omega der zweit­größte Her­stel­ler von Chronometer-​​Uhrwerken. Im Jahr 2015 wur­den von Omega durch die offi­zi­elle Prüf­stelle COSC 511.861 Werke erfolg­reich zer­ti­fi­ziert. Weil sich Omega selbst­be­wusst gegen die ande­ren Her­stel­ler abgren­zen möchte, führte die Marke einen eige­nen Stan­dard ein.

Der Mas­ter Chro­no­me­ter

Der soge­nannte “Mas­ter Chro­no­me­ter” stellt eine eigene, eigens von Omega ins Leben geru­fene Qua­li­täts­stufe dar. Sie stellt sicher, dass die Uhren 1. mit der Omega Inhouse Co-​​Axial Hem­mung bestückt sind, 2. ein COSC Chronometer-​​Zeugnis besit­zen und 3. gegen magne­ti­sche Strah­lung bis 15.000 Gauss gefeit sind. Die Prü­fung und Zer­ti­fi­zie­rung der “Mas­ter Chro­no­me­ter” fin­det im Schwei­zer Insti­tut für Metro­lo­gie (Metas) statt.

Offi­zi­el­ler Zeit­neh­mer bei Olym­pia

Große Mar­ken brau­chen große Büh­nen. Das hatte Omega schon sehr früh erkannt und wurde zum offi­zi­el­len Teil­neh­mer bei Olym­pi­schen Spie­len ernannt. Schon bei 27 Spie­len konn­ten sich die Sport­ler beim Zeit­neh­men auf die kor­rek­ten Uhren von Omega und die dar­aus resul­tie­ren­den gemes­se­nen Zei­ten ver­las­sen. Das erste mal war es bei den Olym­pi­schen Spie­len von Los Ange­les im Jahre 1932 (also schon lange vor der ers­ten Weltall-​​Mission der NASA), bei denen ganze 30 (!) Stopp­uh­ren von Omega im Ein­satz waren. Hier­bei han­delte es sich vor­nehm­lich um exklu­siv gefer­tigte Chro­no­gra­phen mit Schaltrad-​​Technik und Rattrapante-​​Funktion. Die Rattrapante-​​Funktion – auch Schleppzeiger-​​Funktion genannt – ermög­lichte schon damals das Stop­pen von Zwi­schen­zei­ten sowie das Stop­pen von zwei schnell hin­ter­ein­an­der fol­gen­den Ziel­ein­läu­fen mit nur einer Hand. Wie sich der Sport und mit ihm die Zeit­mess­tech­nik ent­wi­ckelt hat, kann man am Auf­wand sehen, der für die Olym­pi­schen Spiele 2016 von Rio betrie­ben wurde: Omega schickte 480 Spe­zia­lis­ten nach Süd­ame­rika, die von wei­te­ren 850 Hel­fern unter­stützt wur­den. Ins­ge­samt wur­den 200 Kilo­me­ter Kabel und Glas­fa­ser­lei­tun­gen ver­legt. Dazu wur­den 400 öffent­li­che Video-​​Walls für Schau­lus­tige plat­ziert.

Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal – die erste Uhr im Space

Die viel­leicht größte Ikone der gan­zen Uhren­ge­schichte ist und bleibt die Omega Speed­mas­ter, um ganz genau zu sein: die Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal. Denn keine andere Uhr kann von sich behaup­ten, für einen, den aller­ers­ten Flug zum Mond aus­er­wählt wor­den zu sein! Wie kam es dazu? Das Modell Speed­mas­ter gibt bereits seit 1946. Bis auf Wei­te­res war sie ein Handaufzugs-​​Chronograph von vie­len. Zur “Mond­uhr” oder “Moon­watch” wurde sie erst in den1960er Jah­ren, als der NASA-​​Mitarbeiter James H. Ragan von der ame­ri­ka­ni­schen Welt­raum­be­hörde den Auf­trag bekam, rele­vante Uhren für den Ein­satz im Space zu besor­gen und zu tes­ten. Die Speed­mas­ter schnei­det am bes­ten ab und besteht die Tests mit Bra­vour. Die Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal gilt als die meist­ge­tes­tete Uhr der Welt. Am 3. Okto­ber 1962 ist es dann soweit: An Bord der Mer­cury Atlas 8 trägt der ame­ri­ka­ni­sche Astro­nat Wal­ter Schirra eine Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal zum ers­ten mal eine Uhr im Welt­raum. Es ist eine Mk II Speed­mas­ter mit der Refe­renz CK2998.

Spe­zi­fi­ka­tio­nen der NASA

Gang­ge­nau­ig­keit: Die Gang­ge­nau­ig­keit muss bes­ser als 5 Sekun­den in 25 Stun­den sein. Gewünscht sind höchs­tens 2 Sekun­den in 24 Stun­den.
Druck: Die Uhr muss einem Druck von 50 Meter Was­ser­tiefe stand­hal­ten.
Les­bar­keit: Alle wesent­li­chen Ele­mente müs­sen unter unter­schied­li­chen Licht­be­din­gun­gen les­bar sein. Die Uhr muss bei Rot– und Weiß­licht ables­bar sein, ebenso wie bei einer Beleuch­tungs­stärke von unter 5 Lux. Ent­we­der schwarze Num­mern und Zei­ger auf wei­ßem Hin­ter­grund oder umge­kehrt sind befrie­di­gend. Die Uhr darf bei gro­ßen Beleuch­tungs­stär­ken nicht blen­den. Ein Edel­stahl­ge­häuse mit Sati­nober­flä­che wird bevor­zugt.
Die Uhr muss eine Start-​​Stopp-​​Möglichkeit mit fol­gen­den zeit­li­chen Auf­lö­sun­gen besit­zen:
Sekunde bis 1 Minute
Minute bis 30 Minu­ten
Stunde bis 12 Stun­den oder grö­ßer
Die Uhr muss stoß­si­cher, was­ser­dicht und antima­gne­tisch sein. Zusätz­lich muss das Glas (Kunst­stoff, bei Omega Hesa­lit) split­ter­frei sein.
Die Uhr kann elek­trisch, manu­ell oder selbst­auf­zie­hend ange­trie­ben sein – sie muss jedoch auch manu­ell auf­ge­zo­gen und zurück­ge­setzt wer­den kön­nen.
Zuver­läs­sig­keit: Der Her­stel­ler muss garan­tie­ren, dass die Uhr unter nor­ma­len Bedin­gun­gen ein Jahr pro­blem­los funk­tio­niert. Tech­ni­sche Daten und Garan­tie­er­klä­run­gen müs­sen vom Her­stel­ler mit­ge­lie­fert wer­den.
(Quelle: Wiki­pe­dia)

Test­be­din­gun­gen der NASA

Hohe Tem­pe­ra­tur: 48 Stun­den bei 71° Cel­sius und anschlie­ßend 30 Minu­ten bei 93° Cel­sius. Der Druck sollte dabei 0,35 Atmo­sphä­ren betra­gen und die rela­tive Luft­feuchte nicht grö­ßer als 15 % sein.
Tiefe Tem­pe­ra­tur: 4 Stun­den bei −18° Cel­sius.
Temperatur-​​Druck-​​Kammer: Druck­mi­ni­mum bei 106 Atmo­sphä­ren bei einem Anstieg der Tem­pe­ra­tur auf 71° Cel­sius. Dann inner­halb von 45 Minu­ten die Tem­pe­ra­tur auf −18 ° Cel­sius sen­ken und wie­der in den nächs­ten 45 Minu­ten auf 71° Cel­sius erhö­hen. 15 oder mehr sol­cher Zyklen sind zu durch­lau­fen.
Rela­tive Luft­feuchte: 240 Stun­den in einem Bereich von 20° Cel­sius bis 71° Cel­sius bei einer rela­ti­ven Luft­feuchte von min­des­tens 95%. Der Dampf sollte einen pH-​​Wert zwi­schen 6,5 und 7,5 haben.
Reine Sau­er­stoff­at­mo­sphäre: Die Uhr wird 48 Stun­den in einer rei­nen Sau­er­stoff­at­mo­sphäre bei 0,35 bar Druck gela­gert. Die Tem­pe­ra­tur beträgt 71° Cel­sius. Diverse Zer­stö­run­gen an der Uhr (wie z. B. Kor­ro­sion, Frei­wer­den toxi­scher Gase et Cel­sius.) gel­ten als Fehl­ver­hal­ten.
Stöße: Sechs Stöße mit einer Beschleu­ni­gung von 40 g in sechs unter­schied­li­chen Rich­tun­gen die jeweils 11 ms dau­ern.
Beschleu­ni­gung: Lineare Beschleu­ni­gung von 1 bis 7,25 g in 333 Sekun­den ent­lang einer Achse par­al­lel zur lon­gi­tu­di­na­len Achse des Raum­schiffs.
Dekom­pres­sion: 90 Minu­ten in einem Vakuum von 106 Atmo­sphä­ren bei einer Tem­pe­ra­tur von 71° Cel­sius und 30 Minu­ten bei 93° Cel­sius.
Gro­ßer Druck: Druck von 1,6 bar für min­des­tens eine Stunde.
Vibra­tio­nen: Drei Zyklen von je 30 Minu­ten (seit­lich, hori­zon­tal, ver­ti­kal) bei einer Fre­quenz von 5 bis 2000 Stöße pro Sekunde und wie­der zurück zu 5 Stö­ßen inner­halb von 15 Minu­ten. Die durch­schnitt­li­che Beschleu­ni­gung pro Stoß muss min­des­tens 8,8 g betra­gen.
Laut­stärke: 130 dB mit einem Fre­quenz­spek­trum von 40 bis 10000 Hz in 30 Minu­ten.
(Quelle: Wiki­pe­dia)

Bis zur Ewig­keit, und noch viel wei­ter

Doch der Welt­raum war noch nicht genug. Es sollte noch wei­ter gehen. Die NASA ent­schied am 1. März 1965, dass die Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal als ein­zige Uhr für den Ein­satz im Welt­raum und für eine even­tu­ell mög­li­che Mond­lan­dung in Frage kommt. Zwei der wich­tigs­ten Tests waren – wen wundert’s? – tadel­lo­ses Funk­tio­nie­ren in star­ken Magnet­fel­dern sowie in Schwe­re­lo­sig­keit. Aber auch her­kömm­li­che Prü­fun­gen, wie das Absor­bie­ren schwe­rer Stöße oder das Aus­hal­ten extre­mer Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen von –18 bis +93 Grad Cel­sius gehör­ten zum Test­sze­na­rio der NASA (die exak­ten Test­sze­na­rios lesen im vori­gen Kapi­tel). Die Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal besitzt seit­her als ein­zige Uhr welt­weit, bzw. uni­ver­sum­weit das Prä­di­kat „Flight-​​Qualified by NASA for all Man­ned Space Mis­si­ons“. Am 3. Juni 1965 trägt der ame­ri­ka­ni­sche Astro­naut Ed White erst­mals eine Uhr wäh­rend eines Welt­raum­aus­stiegs. Die Uhr bestä­tigte all jene in sie gesetz­ten Hoff­nun­gen und funk­tio­nierte tadel­los, obwohl sie schutz­los den unwirt­li­chen Welt­raum­be­din­gun­gen aus­ge­setzt war. Bei der Uhr han­delte es sich um eine Speed­mas­ter mit der Refe­renz 105.003.

Die Rei­se­ziel Mond – Schritte auf dem Mond

Die Geschichte ist hin­läng­lich bekannt. Neil Arm­strong betritt am 21.Juli 1969 als ers­ter Mensch den Mond. Doch an sei­nem Arm befin­det sich – nicht – eine Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal. Wie das? Bei der Lan­dung der Raum­kap­sel ging schlicht und ergrei­fen die Bord­uhr kaputt. Neil Arm­strong ließ daher seine Speedy in der Mond­lan­de­fähre zurück. Der große Moment für die 1848 im schwei­ze­ri­schen La Chaux-​​de-​​Fonds gegrün­de­ten Uhren­ma­nu­fak­tur kam erst, als der zweite Astro­naut Buzz Ald­rin den Erd­tra­ban­ten betrat.

Wo ist die Speed­mas­ter von Buzz Ald­rin?

Lei­der ging die Uhr von Buzz Ald­rin auf dem Weg ins Natio­nal Air and Space Museum ver­lo­ren. Dort­hin wollte Buzz Ald­rin seine Uhr als wert­volle Zeit­zeu­gin der größ­ten Expe­di­tion der Mensch­heits­ge­schichte schi­cken. Bis heute ist die Uhr nicht wie­der auf­ge­taucht und die NASA gibt eben­falls bis heute keine Details über Gra­vu­ren, die alle Uhren der Spa­ce­mis­si­ons besa­ßen, bekannt. Eine andere Quelle besagt, dass die Uhr von Buzz Ald­rin die Num­mer 43 als Gra­vur trägt. Der Ver­bleib die­ser legen­dä­ren Uhr bleibt also ein Mys­te­rium. Die Uhren der ers­ten Mond­lan­dung von Neil Arm­strong und Michael Collins, der die Raum­kap­sel wäh­rend des Auf­ent­hal­tes nicht ver­ließ, lie­gen wohl­be­hü­tet im Natio­nal Air and Space Museum und kön­nen dort besich­tigt wer­den.

Die Space Shut­tle Ära

Als die NASA 1978 das bekannte Space Shut­tle Pro­gramm begann, wurde erneut nach einer dafür geeig­ne­ten Uhr gefahn­det. Obwohl die Tests här­ter waren denn je und auch die Kon­kur­renz här­ter und umfang­rei­cher war denn je, über­zeugte schluss­end­lich wie­der nur die Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal. Das getes­tete Modell glich fast unver­än­dert dem Ori­gi­nal aus dem Jahre 1962. Und seit 1989 benut­zen auch die rus­si­schen Kos­mo­nau­ten Uhren aus dem Hause Omega.

Die Omega Speed­mas­ter heute

Auf Mut­ter Erde zäh­len heute die Omega Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal sowie die etwas klei­nere und güns­ti­gere Omega Speed­mas­ter Redu­ced mit Auto­ma­tik­ka­li­ber zu den bekann­tes­ten und am meis­ten getra­ge­nen Uhren der Welt. Im Welt­all jedoch wer­den bis heute offi­zi­ell immer­noch und wei­ter­hin ein­zig und allein die bei­den Modelle Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal 3570.50.00 und die Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal X-​​33 ein­ge­setzt. In die Raum­fäh­ren dür­fen heute zwar auch pri­vate Uhren mit­ge­nom­men wer­den, aber sobald es zum Ein­satz im offe­nen Welt­raum kommt, gilt: Only Omega is qua­li­fied for space.

Refe­ren­zen­num­mern seit 1946

Jahr: 1957 CK 2915 1 – 3
Jahr: 1959 CK 2998 1 – 6, 61, 62
Jahr: 1962 ST 105.002
Jahr: 1963 ST 105.003
Jahr: 1963 ST 105.012
Jahr: 1966 ST 145.003
Jahr: 1966 ST 145.012
Jahr: 1968 ST 145.022 (Ein­füh­rung des neuen Cali­ber 861 anstelle Cali­ber 321)
Jahr: 1969 ST 145.014 (Stahl) ST 145.034 (Gold) – Speed­mas­ter Mk II
Jahr: 1971 ST 145.037 – Speed­mas­ter Mk II-​​Telestop
Jahr: 1971 ST 176.0002 – Speed­mas­ter Mk III (Cali­ber 1040)
Jahr: 1972 MD 145.0034 (Plaque) BA 145.0034 (Gold) – Speed­mas­ter Mk II
Jahr: 1973 ST 378.0801 – Speed­mas­ter 125 Auto­ma­tic Chro­no­me­ter (Cali­ber 1041)
Jahr: 1973 ST 176.0009 – Speed­mas­ter Mk IV (Cali­ber 1040)
(*1973 ST 188.0002 (Leder­band) ST 388.08000 (Metall­arm­band) – Speed­so­nic mit Stimm­ga­bel­werk 1255)
Jahr: 1974 ST 145.022 – 74
Jahr: 1974 ST 176.0012 (Cali­ber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0014 (Cali­ber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0015 (Cali­ber 1045)
Jahr: 1974 ST 176.0016 (Cali­ber 1045)
Jahr: 1975 ST 145.022
Jahr: 1984 ST 376.0806 – Speed­mas­ter Mk V (soge­nannte “Ger­man Ver­sion” mit Cali­ber 1045)
Jahr: 1985 ST 345.0809 Mond­phase (Cali­ber 866)
Jahr: 1987 ST 376.0822 – soge­nannte “Holy Grail” mit Kali­ber 1045
Jahr: 1989 ST 145.0022
Jahr: 1997 ST 3870.50.31 (Cali­ber 1861)
Aktu­ell: 311.30.42.30.01.005.

Die Omega Sea­mas­ter

Ähn­lich wie bei Rolex gibt es auch bei Omega Modelle für ver­schie­dene Ein­satz­ge­biete. Sehr berühmt und beliebt ist das Modell Sea­mas­ter. Seit 1947 wird sie für pro­fes­sio­nelle Tau­cher und Was­ser­sport­freunde pro­du­ziert. Die Sea­mas­ter gibt es Aus­füh­run­gen mit Auto­ma­tik­werk und Quart­zge­steu­ert. Ab 1957 wird auch die Omega Sea­mas­ter mit dem Namens­zu­satz “Pro­fes­sio­nal” ange­bo­ten. Die­ses Modell ist – wie der Name ver­mu­ten lässt – für den pro­fes­sio­nel­len Ein­satz unter Was­ser geeig­net. Für jene, die eine was­ser­dichte Uhr kom­bi­niert mit sophisti­ca­ted Design suchen, bie­tet Omega die Aqua Terra Modelle an.

Omega Sea­mas­ter und James Bond

Nach­dem James Bond in vie­len Fil­men eine Rolex Sub­ma­ri­ner trug, schaffte es Omega 1995 einen kom­mer­zi­el­len Coup mit der Marke James Bond zu lan­den. Seit Gol­den Eye trägt der Agent eine Omega Seams­ter. Die Sam­mel­wür­dig­keit der James Bond Modelle ist in der Omega Fan­szene umstrit­ten.

Die Omega Rail­mas­ter

Wer sich bei Rolex für die Explo­rer Modelle inter­es­sie­ren würde, wird sich bei Omega für die Rail Mas­ter Modelle ent­schei­den. Die Omega Rail Mas­ter zeich­net sich durch ein funk­tio­na­les, sehr gut ables­ba­res Zif­fer­blatt Design aus und ist in ver­schie­de­nen Grö­ßen (Durch­mes­sern) erhält­lich. Die Ver­ar­bei­tung von Gehäuse und Uhr­werk ent­spricht höchs­ter Qua­li­tät.

Refe­ren­zen der Sea­mas­ter und der Rail­mas­ter

Omega Sea­mas­ter Auto­ma­tic Chro­no­me­ter 200M alias „Pre-​​Bond“
Omega Sea­mas­ter Pro­fes­sio­nal 200M „Quartz“
Omega Sea­mas­ter 300M Quarz
Omega Sea­mas­ter 300M Chrono Diver
Omega Sea­mas­ter 300M Chro­no­me­ter
Omega Sea­mas­ter 300M GMT
Omega Sea­mas­ter Plo­prof 600 M
Omega Sea­mas­ter Plo­prof 1200 M
Omega Sea­mas­ter Aqua Terra Chro­no­me­ter
Omega Sea­mas­ter Aqua Terra Quartz
Omega Sea­mas­ter Aqua Terra Annual Calen­dar
Omega Sea­mas­ter Aqua Terra XXL Small Seconds
Omega Sea­mas­ter Aqua Terra Jewel­lery
Omega Rail­mas­ter Chro­no­me­ter
Omega Rail­mas­ter XXL Chro­no­me­ter
Omega Sea­mas­ter Rac­ing Chro­no­me­ter
Omega Sea­mas­ter NZL-​​32 Chrono
Omega Sea­mas­ter America’s Cup Chro­no­graph
Omega Sea­mas­ter APNEA
Omega Sea­mas­ter Ome­ga­ma­tic
Omega Sea­mas­ter 120M
Omega Sea­mas­ter 150th Anni­versary Limited Edi­tion
Omega Sea­mas­ter James Bond 40th Anni­versary Limited Edi­tion
Omega Sea­mas­ter James Bond 50th Anni­versary Limited Edi­tion
Omega Sea­mas­ter Pla­net Ocean
Omega Sea­mas­ter Pla­net Ocean Big Size
Omega Sea­mas­ter Pla­net Ocean Chrono
Omega Sea­mas­ter 300 Mas­ter Co-​​Axial

Die Co-​​Axial Hem­mung

Ein gro­ßer Begriff, viele Miss­ver­ständ­nisse. Was genau ist eigent­lich diese berühmt-​​berüchtigte Co-​​Axial-​​Hemmung? Der Ver­such einer Erklä­rung: Seit­dem es mecha­ni­sche Uhren gibt, sind die geni­als­ten Köpfe des Uhren­hand­wer­kes auf der Suche nach dem Mecha­nis­mus mit der gerings­ten Rei­bung.

Was ist so schlimm an Rei­bung?

Rei­bung bedeu­tet immer Abrieb. In Kom­bi­na­tion mit dem Öl inner­halb der Uhr ent­steht lang­sam aber sicher eine zäh­flüs­sige Sub­stanz, die schluss­end­lich zur Ver­har­zung der Uhr und dadurch zu schlech­ten Gang­wer­ten bis hin zum Still­stand der Uhr führt. Die in Rubi­nen gela­ger­ten Zap­fen sind ein Bei­spiel dafür, wie man ver­sucht Rei­bung und Ver­schleiß zu mini­mie­ren. Oder jene selb­stölende Höl­zer, aus denen der geniale Auto­di­dakt John Har­ri­son bereits im 18. Jahr­hun­dert ganze Uhren baute zeu­gen von der Suche nach dem ulti­ma­ti­ven, rei­bungs­lo­sen Uhr­werk.

Die Audemars Piguet Story

Die Aude­mars Piguet Story

Die fan­tas­ti­sche Geschichte die­ses Big-​​Players der Uhren­in­dus­trie beginnt im Jahre 1875 im schwei­ze­ri­schen Le Bras­sus, als Jules-​​Louis Aude­mars anfing, eigene Uhren anzu­fer­ti­gen. Dabei wurde er von sei­nem Jugend­freund Edward-​​Auguste Piguet unter­stützt. Alle beide waren aus­ge­bil­dete Repas­seure. Die Auf­gabe eines Repas­seurs war die Durch­füh­rung der fina­len Qua­li­täts­kon­trolle der zusam­men­ge­bau­ten Uhren. Dass beide Namens­ge­ber die­ser Manu­fak­tur aus­ge­rech­net diese Aus­bil­dung genos­sen, lässt tief bli­cken …

Die Aude­mars Piguet Grün­dung am 17. Dezem­ber 1881

Das Weih­nach­ten des Jah­res 1881 war ein beson­de­res. Denn am 17.12.1881 grün­de­ten die bei­den Jugend­freunde und gelern­ten Repas­seure Jules-​​Louis Aude­mars und Edward-​​Auguste Piguet das Unter­neh­men Aude­mars Piguet & Cie. Zu die­sem Zeit­punkt fer­tigte das Unter­neh­men noch aus­schließ­lich Taschen­uh­ren. Jene aller­dings auf höchs­tem Niveau mit außer­or­dent­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen.

Ein bedeu­ten­der Erfolg

Jedes Unter­neh­men sehnt sich nach dem beson­de­ren Momen­tum in der Fir­men­ge­schichte, der alles ver­än­dern wird. Im Jahre 1889, also acht Jahre nach der Grün­dung, war es schließ­lich soweit. Den bei­den Grün­dern und ihrem Team gelang auf der Pari­ser Welt­aus­stel­lung der ganz große Schritt auf dem stei­len Anstieg zum Olymp der Uhren­ma­nu­fak­tu­ren. Die Taschen­uhr “Grande Com­pli­ca­tion” erhielt eine Medaille.

Die erste Arm­band­uhr

Zwei Jahre nach dem gro­ßen Erfolg auf der Pari­ser Welt­aus­stel­lung gelang der nächste Coup. 1891 baute Aude­mars Piguet & Cie. die erste Arm­band­uhr mit Minu­ten­re­pe­ti­tion. Nun stand dem welt­wei­ten Erfolg des Unter­neh­mens nichts mehr im Weg. Auf dem gan­zen Glo­bus eröff­ne­ten die bei­den Grün­der Ihre Bou­ti­quen. Damals war das keine ein­fa­che Ange­le­gen­heit, wenn man bedenkt, dass die Haupt­ver­kehrs­mit­tel im Ver­hält­nis zu unse­ren heu­ti­gen noch lang­sam und unbe­quem waren. Auch das heute nicht mehr weg­zu­den­kende Inter­net stand noch nicht zur Ver­fü­gung. Trotz aller Umstände wur­den Filia­len in Paris, Ber­lin, New York, Lon­don und sogar in Bue­nos Aires eröff­net.

Tod der Grün­der

Die Spe­zia­li­sie­rung auf die Her­stel­lung von Arm­band­uh­ren (Taschen­uh­ren kamen aus der Mode) durch die Erben folgte auf den Tod der bei­den Grün­der. Jules-​​Louis Aude­mars starb im Jahre 1918 und Edward-​​Auguste Piguet nur ein Jahr spä­ter im Jahre 1919.

Qua­li­tät, Qua­li­tät, Qua­li­tät

Dank der beacht­li­chen Qua­li­tät der im eige­nen Haus gefer­tig­ten Uhren und Werke, konnte Aude­mars Piguet & Cie. Uhren oder auch nur die Uhr­werke an die gro­ßen Juwe­liere der dama­li­gen Zeit, wie z. B. Van Cleef & Arpels in Paris sowie Tif­fany in New York ver­kau­fen. Diese Juwe­liere druck­ten dann ihren eige­nen Namen auf die Zif­fer­blät­ter.

Die Royal Oak – der größte Erfolg

So eine genia­len Wurf wünscht sich wahr­schein­lich jeder Unter­neh­mer ein­mal im Leben. Um die unglaub­li­che Erfolgs­story der Royal Oak zu ver­ste­hen, muss man wis­sen, dass In den 50er und 60er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts edle Her­ren­uh­ren meist aus Gold oder ande­ren Edel­me­tal­len gefer­tigt waren. Nun kam der legen­däre Desi­gner Gerald Genta auf die glor­rei­che Idee, eine sport­li­che Her­ren­uhr aus Edel­stahl zu bauen, die dann aber auch noch teu­rer war, als die Modelle aus Edel­me­tall. Die­ses neu­ar­tig anmu­tende Pro­dukt – mit legen­dä­rem was­ser­dich­ten Monocoque-​​Gehäuse – gepaart mit der rich­ti­gen Wer­be­stra­te­gie änderte in der Uhren­in­dus­trie vie­les, um nicht zu sagen alles.

Die Royal Oak Off­shore

Nach 20 erfolg­rei­chen Jah­ren der klas­si­schen Royal Oak lan­cierte Aude­mars Piguet im Jahr 1992 mit der mitt­ler­weile eben­falls zur Ikone auf­ge­stie­ge­nen Royal Oak Off­shore eine gelun­gene Neu­in­ter­pre­ta­tion. Es war durch­aus ein Wag­nis (man könnte auch von einem Husa­ren­ritt spre­chen), aus der ele­gan­ten, fla­chen, klas­si­schen Royal Oak ein Mons­ter fürs Hand­ge­lenk zu machen.
Allen Unken­ru­fen zum Trotz ging die Rech­nung auf und frei nach dem Motto “höher, grö­ßer, lau­ter” gelang es Aude­mars Piguet, die kom­mende her­an­wach­sende Ziel­gruppe neu für sich und sein Pro­dukt zu begeis­tern.

Wei­tere berühmte Modelle aus dem Hause Aude­mars Piguet

Mit den Model­len “Jules Aude­mars”, “Edward Piguet” und der “Mil­lenary” bie­tet Aude­mars Piguet sei­ner Ziel­gruppe wei­tere Haute-​​Horlogerie-​​Uhren aus Edel­stahl und Edel­me­tal­len an. Von der ein­fa­chen Drei­zei­ger­uhr bis zur Grande Com­pli­ca­tion gibt es alles, was das Samm­ler­herz höher schla­gen lässt.

Die A. Lange und Soehne Story

Die A. Lange & Söhne Story

Die Geschichte von A. Lange und Söhne beginnt im Win­ter des Jah­res 1845. Genauer gesagt am 7. Dezem­ber …
An die­sem ver­schnei­ten Tag geht Fer­di­nand Adolph Lange auf­ge­regt durch die Stra­ßen von Glas­hütte in Sach­sen. Er kann kaum erwar­ten, sei­nem Schwie­ger­va­ter und Leh­rer Johann Chris­tian Fried­rich Gut­kaes Senior von der Grün­dung sei­ner eige­nen Firma zu berich­ten. Der Junge Uhr­ma­cher Fer­di­nand erhielt vom Land Sach­sen eine Start­hilfe in Höhe von 7.800 Talern zur Reak­ti­vie­rung der brach­lie­gen­den Glas­hüt­ter Indus­trie. Die­ses Geld bekam der junge Mann aller­dings nicht geschenkt, son­dern musste es auf Hel­ler und Pfen­nig zurück bezah­len.

A. Lange & Cie. als Zug­pferd für Glas­hütte

Nach einer ent­beh­rungs­rei­chen Anfangs­zeit mit 15 Aus­zu­bil­den­den gelang es dem Unter­neh­mer Fer­di­nand Adolph Lange sein Unter­neh­men A. Lange & Cie. auf ein pro­fi­ta­bles Level zu hie­ven. Bereits 30 Jahre nach der Fir­men­grün­dung arbei­te­ten für A. Lange & Cie. 75 Mit­ar­bei­ter. Der Erfolg des Unter­neh­mens sprach sich all­mäh­lich herum und es kamen neue Fir­men ins Erz­ge­birge, um es Adolph – so sein Ruf­name – gleich zu tun. So ent­wi­ckelte sich Glas­hütte in Sach­sen zu einer ernst­zu­neh­men­den Kon­kur­renz für die Schwei­zer Feinuhren-​​Industrie.

A. Lange & Cie wird zu A. Lange & Söhne

Adolph Lange hatte meh­rere Söhne. Die bei­den Erst­ge­bo­re­nen soll­ten ihm ins Unter­neh­men fol­gen. Es waren Richard und Emil Lange, die im Jahre 1868 schluss­end­lich der Aus­lö­ser für die Umbe­nen­nung in den Unter­neh­mens­na­men waren, der bis heute für das Feinste und Beste steht, was die Fein­uhr­ma­che­rei welt­weit zu bie­ten hat: A. Lange & Söhne.

Visio­näre Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen

Ab dem Jahr 1877 konnte man sich einer neue Marke aus dem Hause A. Lange und Söhne kau­fen. Ins Port­fo­lio rückte eine etwas ein­fa­chere Taschenuhr-​​Baureihe, die den Mar­ken­na­men „Deut­sche Uhren­fa­bri­ka­tion“ erhielt. Nach­dem erfolg­rei­chen Launch wurde sogar eine dritte Marke gegrün­det. Die „OLIW“ (Ori­gi­nal Lange Inter­na­tio­na­les Werk) war der kon­se­quente Schritt in eine indus­tri­elle Fer­ti­gung von Taschen­uh­ren.

Die Fol­gen des 2. Welt­krie­ges

Nach dem Kriegs­ende 1945 fiel das Unter­neh­men der Sie­ger– und Besat­zungs­macht Russ­land in die Hände. Russ­land – bzw. ab 1949 die DDR – ver­staat­lichte A. Lange & Söhne. So kam es, dass das Unter­neh­men samt sie­ben wei­te­rer Glas­hüt­ter Uhren­be­trie­ben 1951 von der DDR-​​Führung in die Glas­hüt­ter Uhren­be­triebe (GUB) zusam­men­ge­fasst wur­den.
Dazu gehör­ten: VEB UROFA und UFAG mit der Abtei­lung Basalt (Uhr­stein­fer­ti­gung), VEB Fein­tech­nik (vor­mals Gös­sel & Co. bzw. Burck­hard), VEB Mess­tech­nik (vor­mals Mühle & Sohn), VEB Est­ler (Gehäu­se­fer­ti­gung), VEB Prä­zi­sion (vor­mals LIWOS) sowie das Lehr­kom­bi­nat „Maka­renko“.

Wende und Neu­grün­dung

Als 1989 die Mauer fiel, wohn­ten die bei­den Gründer-​​Enkel Fer­di­nand Adolph Lange II und Wal­ter Lange bereits schon über 30 Jahre lang im Wes­ten Deutsch­lands. Sie waren über­ge­sie­delt, nach­dem das Lebens­werk ihres Vaters in die Hände Russ­lands, bzw. der DDR gefal­len war. Wal­ter war zum Zeit­punkt der Wende 65 Jahre alt. Nach­dem man sich juris­tisch mit den neu­ge­grün­de­ten Behör­den dar­auf geei­nigt hatte, dass Wal­ter Lange das Lebens­werk sei­nes Groß­va­ters legi­tim und legal fort­set­zen durfte, grün­dete er im Jahre 1990 die Uhren­ma­nu­fak­tur „Lange Uhren GmbH“ und über­nahm die „A. Lange & Söhne“-Markenrechte. Zu die­sem Zeit­punkt war sein Bru­der Adolph Fer­di­nand II lei­der schon ver­stor­ben. Bezeich­nen­der­weise wurde für die Neu­grün­dung – wie auch schon 1845 – ein ver­schnei­ter Win­ter­tag gewählt: der 7. Dezem­ber.

Die erste neue Lange

Wal­ter Lange brauchte einen Mana­ger, der ihm beim Wie­der­auf­stieg zur Seite ste­hen sollte. Wal­ter Lange bewies bei sei­ner Wahl viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Als zwei­ter Mann bei A. Lange & Söhne sollte kein gerin­ge­rer als Gün­ter Blüm­lein die Fäden zie­hen. Gün­ter Blüm­lein war alles andere als ein unbe­schrie­be­nes Blatt in der Uhren­in­dus­trie. Der dama­lige Prä­si­dent von IWC nutze erfolg­reich seine Kon­takte zur dama­li­gen LMH Hol­ding (Les Manu­fac­tures Hor­lo­gè­res) (heute Rich­mont Gruppe), die wie­derum mit groß­zü­gi­gen Geld­mit­teln den Wie­der­auf­stieg der Amrke a. Lange & Söhne unter­stützte. Im Jahre 1994 war es dann wie­der ein­mal soweit, Geschichte zu schrei­ben: mit der LANGE 1, dem TOUR­BIL­LON „Pour le Mérite“, der SAXO­NIA sowie der ARKADE wur­den der Öffent­lich­keit vier neue Uhren­mo­delle prä­sen­tiert.

Wei­tere berühmte A. Lange & Söhne Modelle

In den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren lan­cierte das Unter­neh­men wei­tere – mitt­ler­weile legen­däre – Uhren­mo­delle, wie den Dato­graph, die Caba­ret, die Lan­ge­ma­tik Per­pe­tual, den Dou­ble Split Chro­no­graph, die Richard Lange, den Tour­bo­graph Pour le Mérite, die Zeit­werk und die Saxo­nia mit dem Auto­ma­tik­werk „Sax-​​0-​​Mat“.

Num­mer eins unter den Luxus­mar­ken

Um nur ansatz­weise zu ver­ste­hen, was Wal­ter Lange und Gün­ter Blüm­lein in die­ser doch recht kur­zen Zeit­spanne erreicht haben, muss man wis­sen, dass die Marke A. Lange & Söhne im Jahre 2007 von der Wirt­schafts­Wo­che zur wich­tigs­ten Luxus­marke gekürt wurde. Abge­schla­gen auf dem zwei­ten Platz lan­dete die Maybach-​​Automobilmanufaktur.
Mitt­ler­weile arbei­ten mehr als 500 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für die immer­noch in Glas­hütte in Sach­sen ansäs­sige Manu­fak­tur. Wal­ter Lange starb 92-​​jährig im jahre 2017.

Die IWC Story

Die IWC Story

IWC, Inter­na­tio­nal Watch Co. AG, ist ein Schwei­zer Her­stel­ler von Arm­band­uh­ren und Taschen­uh­ren im obe­ren Preis­seg­ment. IWC wurde 1868 von dem ame­ri­ka­ni­schen Uhr­ma­cher und Inge­nieur Flo­ren­tine Ariosto Jones (1841 – 1916) gegrün­det.

Ein Ame­ri­ka­ner in der Schweiz

Im Jahr 1856 arbei­tete Jones als Uhr­ma­cher in Bos­ton. Damals fasste er den Ent­schluss, in der Schweiz qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Uhren für den ame­ri­ka­ni­schen Markt zu fer­ti­gen. In sei­nen Augen war die Schweiz ein beson­ders attrak­ti­ver Stand­ort, weil dort qua­li­fi­zierte Uhr­ma­cher zur Ver­fü­gung stan­den und das dama­lige Lohn­ni­veau unter dem der USA lag. Es dau­erte nicht lange, schon im Jahre 1875 beschäf­tigte die IWC 196 Mit­ar­bei­ter.

Uwand­lung in eine Akti­en­ge­sell­schaft

Schon 1874 wurde IWC in eine Akti­en­ge­sell­schaft umge­wan­delt. IWC benö­tigte mehr Kapi­tal für die Unter­neh­mens­grün­dung als erwar­tet, auch und vor allem für den Kauf von Maschi­nen und die Errich­tung eines Neu­baus für die Pro­duk­tion im Jahre 1875. Jones trat als Geschäfts­füh­rer und ging zurück in die USA. Lei­der war auch sei­nem Nach­fol­ger Fre­de­rick F. See­land nicht mehr Glück beschie­den und auch ihm gelang es nicht, die IWC in die schwar­zen Zah­len zu füh­ren. Die Wirt­schafts­krise in Europa wie auch die hohen Ein­fuhr­zölle in den USA wirk­ten sich nega­tiv auf die Bilan­zen der IWC aus, wes­we­gen See­land das Unter­neh­men 1879 ver­liess.

Der Durch­bruch

Nach­dem zwei ame­ri­ka­ni­sche Geschäfts­füh­rer die IWC erfolg­los geführt hat­ten, kaufte 1879 der Schaff­hau­ser Indus­tri­elle Johan­nes Rauschenbach-​​Vogel die Firma auf. Ihm gelang in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten der Durch­bruch und spä­ter auch unter der Lei­tung sei­nes Soh­nes Johan­nes Rauschenbach-​​Schenk. Des­sen zwei Töch­ter, die ältere Emma Rau­schen­bach ehe­lichte 1903 den Psy­cho­lo­gen und Psych­ia­ter Carl Gus­tav Jung, der dadurch Teil­ha­ber der IWC wurde, wäh­rend die jün­gere Toch­ter, Ber­tha Mar­ga­re­tha im sel­ben Jahr den Schaff­hau­ser Indus­tri­el­len Ernst Jakob Hom­ber­ger hei­ra­tete. Ihr Ehe­mann war der Direk­tor der Georg Fischer AG Indus­trie­be­triebe. Ab 1929 begann er Fir­men­an­teile sei­nes Schwa­gers C. G. Jung zu erwer­ben und wurde spä­ter Allein­in­ha­ber der IWC. Im Jahre 1955 über­nahm sein Sohn Hans Ernst Hom­ber­ger die allei­nige Lei­tung des wei­ter­hin gut flo­rie­ren­den Unter­neh­mens.

Die Quart­z­krise

Im Quart­zuh­ren­boom der 1970er und 1980er Jahre gin­gen mas­siv Markt­an­teile ver­lo­ren. Dar­auf folgte unter Gün­ter Blüm­lein ein wirt­schaft­li­cher Erfolg, da er die Firma wie­der auf klas­si­sche mecha­ni­sche Kom­pli­ka­tio­nen spe­zia­li­sierte. IWC gehört zu den weni­gen bekann­ten Schwei­zer Uhren­ma­nu­fak­tu­ren, die kon­ti­nu­ier­lich pro­du­ziert haben und wäh­rend der Quarz­kris nicht schlies­sen muss­ten.
IWC gehört seit dem Jahr 2000 der Schwei­zer Richemont-​​Gruppe

Gerüchte um IWC

IWC war ins Gerede gekom­men für die bis­wei­len als dis­kri­mi­nie­rend emp­fun­dene Image­kam­pa­gne „Fast so kom­pli­ziert wie eine Frau. Aber pünkt­lich.“, jedoch gewann die Zür­cher Wer­be­agen­tur Wirz 2001 den „Swiss Effie“ dafür.

Auch brachte diese Kam­pa­gne der Firma eine Beschwerde bei der Schwei­zer Lau­ter­keits­kom­mis­sion ein.
Wie sol­che Geschich­ten lau­fen, gibt es schnell Tritt­brett­fah­rer, aber in die­ser Form wird selbst die IWC es nicht erwar­tet haben. Sie wur­den sel­ber auf’s Korn genom­men, dazu fol­gende Stel­lung­nahme:
Stel­lung­nahme und Rich­tig­stel­lung der IWC Schaff­hau­sen und Wirz Wer­bung, Zürich, vom 18.12.2003 (gekürzt):
„Bei der Schlag­zeile „… Tickt aber rich­tig“ han­delt es sich um ein Fake mit unbe­kann­ter Her­kunft. Das Sujet ist daher auf der Web­site nicht vor­han­den.
Die Fir­men IWC Schaff­hau­sen und Wirz Wer­bung, Zürich, bedau­ern die Exis­tenz und die Publi­zi­tät die­ses Ela­bo­rats unbe­kann­ter Her­kunft. Das Pla­giat ist offen­sicht­lich in Anleh­nung an die Wer­be­kam­pa­gne von IWC ent­stan­den, die seit vier Jah­ren mit dem Slo­gan „IWC. Seit 1868 und solange es Män­ner gibt.“, wirbt. Mit den heute fast jeder­mann zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln elek­tro­ni­scher Bild­be­ar­bei­tung ist es lei­der rela­tiv ein­fach, z.B. ein Pla­kat so abzu­än­dern, dass es als echt erscheint und für das Ori­gi­nal genom­men wird – zumal im vor­lie­gen­den Fall das Pla­kat mit Umge­bung gezeigt wird, um Echt­heit zu sug­ge­rie­ren. Es braucht schon eine Fach­per­son um fest zustel­len, dass es sich um eine Foto­mon­tage han­delt. Wir bedau­ern die­sen Vor­fall aus­drück­lich.“
IWC. Seit 1868. Und solange es noch Män­ner gibt.“ So lau­tet die Posi­tion, die wir mit der Kam­pa­gne bezie­hen. Natür­lich nicht im Sinne einer Kampf­an­sage gegen die Stel­lung der Frau, son­dern viel­mehr als nicht so tie­risch ernst gemein­tes Plä­do­yer für die Männ­lich­keit und mit dem erklär­ten Mar­ke­ting­ziel vor Augen, zu den beste­hen­den neue Käu­fer­seg­mente für die Marke IWC zu erschlie­ßen.
Über­ra­schen­der­weise sind es mehr Frauen als Män­ner, wel­che die in den Aus­sa­gen ste­ckende Iro­nie erken­nen viel­leicht, weil gerade sie sich schon seit lan­gem ernst­haft genug mit dem Thema „Geschlechterrollen/​Geschlechterkampf“ aus­ein­an­der­ge­setzt haben.“
(Zitat aus http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Public%20Affairs.php?id=3192)

Ziel­set­zung von IWC: der Pel­la­ton Auf­zug

IWC kon­zen­triert sich auf klas­si­sche mecha­ni­sche Kom­pli­ka­tio­nen. Dazu gehört der Pel­la­ton Auf­zug. Die Kon­struk­tion des auto­ma­ti­schen Auf­zugs von „Albert Pel­la­ton“ mit einem Exzen­ter und zwei gros­sen Klin­ken stellt eine tech­ni­sche Beson­der­heit dar. IWC hat diese Auto­ma­tik in den Serien der Bau­reihe „Kali­ber 85“ ver­wen­det. Das Pel­la­ton Uhr­werk ermög­licht eine Gang­re­serve von 7 Tagen.

Das IWC-​​Uhrenmuseum

IWC hat ein haus­ei­ge­nes Uhren­mu­seum im Juni 2007 in Schaff­hau­sen eröff­net. Dort wer­den über 230 Expo­nate aus den IWC-​​Kollektionen aus über 140 Jah­ren aus­ge­stellt.

IWC Pro­dukt­li­nie

Die Pro­dukt­li­nie von IWC umfasst fol­gende Uhren­mo­delle:
IWC Vin­tage Collec­tion
Grande Com­pli­ca­tion
Por­tu­gie­ser
Da Vinci
Aqua­ti­mer
Inge­nieur
Flie­ger­uh­ren Clas­sics
Flie­ger­uh­ren Spit­fire
Por­to­fino

Höhe­punkte bei IWC

Kürz­lich hat IWC die kom­pli­zier­teste Uhr ihrer Geschichte vor­ge­stellt, und zwar die Por­tu­gier­ser Side­rale Sca­fu­sia. Diese Uhr zeich­net sich durch die Fähig­keit der Anzeige astro­no­mi­scher Anga­ben aus wie die Stern­zeit, eine indi­vi­du­elle Stern­karte und dazu einen Ewi­gen Kalen­der und einen Konstantkraft-​​Tourbillon.

IWC ist eine Firma, die heu­te­zu­tage über 600 Mil­lio­nen Schwei­zer Fran­ken umsetzt und von George Kern zu gros­sem Erfolg geführt wurde. George Kern hat gerade zu Breit­ling gewech­selt. Seit April 2017 ist Chris­toph Grainger-​​Herr CEO von IWC.

Michael Fried­berg, ein bekann­ter IWC Samm­ler und eins­ti­ger Mode­ra­tor der IWC Forums auf der IWC Home­page, hat ein inter­es­san­tes Inter­view mit dem der­zei­ti­gen CEO geführt, wel­ches hier ver­linkt ist.

 

Die Breguet Story

Die Bre­guet Story

Man muss sagen, Bre­guet ist wahr­schein­lich die, oder zumin­dest eine der Fir­men, die die umfang­reichste und tiefste Geschichte in der fei­nen Uhr­ma­che­rei in der Schweiz vor­wei­sen kann.

Der Grün­der

Das fängt mit dem berühm­ten Grün­der an, geht mit über 200 Paten­ten, die über die Jahr­hun­derte ange­mel­det wur­den, wei­ter, und hört auch nicht mit der Hora Mundi auf, die als erste Zwei­zeit­zo­nen­uhr in einem Moment die Zeit­zo­nen wech­seln kann, indem man einen Drü­cker auf der lin­ken Seite drückt. Und der Drü­cker bie­tet sogar zwei Alter­na­ti­ven, wie man die Zeit­zone wech­seln, ent­we­der direkt indem man drauf­drückt und los­lässt, oder indem man den Drü­cker gedrückt hält und ganz lang­sam los­lässt, dann kann man zuschauen, wie der Zei­ger sich ganz lang­sam auf die zweite Zeit­zone ein­stellt. Ein fas­zi­nie­ren­des Sys­tem. Und natür­lich nicht zu ver­ges­sen, Bre­guet ist der Erfin­der des Tour­bil­lion, ein Mecha­nis­mus, der die Gang­ge­nau­ig­keit stei­gert indem er die Erd­an­zie­hungs­kraft aus­gleicht, zumin­dest in der Ver­ti­kale.

Sein Leben

Abraham-​​Louis Bre­guet war in Neu­cha­tel, der heu­ti­gen Schweiz, am 10.1.1747 gebo­ren. Seine Vor­fah­ren waren Fran­zo­sen. Die gesamte Geschichte der Uhr­ma­che­rei wurde von kaum jeman­den so stark beein­flusst wie von Bre­guet.

A-​​L Bre­guet ver­lor sei­nen Vater Jonas-​​Louis im Alter von 11 Jah­ren. Dar­auf­hin hat seine Mut­ter den Cou­sin, Joseph Tat­tet, ihres Ehe­manns gehei­ra­tet, wel­cher aus einer Fami­lie von Uhr­ma­chern stammte.

Im Jahre 1762 hat Tat­tet den jun­gen Bre­guet nach Paris mit­ge­nom­men, wo sich die Dinge beru­higt hat­ten. Dort wurde er Schü­ler eines Meis­ter­uhr­ma­chers von Ver­sailles, des­sen Name lei­der unbe­kannt ist.

Er hat dort seine Lehre been­det und hat dar­auf­hin bei zwei der bes­ten Uhr­ma­cher, Fer­di­nand Bert­houd (1727 – 1807) und Jean-​​Antoine Lépine (1720 – 1814), gear­bei­tet.

Bre­guet hat schnell ver­stan­den, wie wich­tig Mathe­ma­tik ist und sich im Col­lège Maza­rin unter der Füh­rung von Abbé Marie ein­ge­schrie­ben. Marie war äus­serst beein­druckt von sei­nem Talent und Intel­li­genz. Es war auch Marie, der die wich­tige Rolle über­nahm, A-​​L Bre­guet dem Fran­zö­si­schen Hof und dem Adel vor­zu­stel­len, der spä­ter auch seine Kun­den stellte.

Das Leben von Bre­guet war alles andere als leicht, früh hat er auch seine Mut­ter ver­lo­ren. Trotz­dem hat er 1775 am Quai de l’Horloge Num­mer 39 in der Ile de la Cité, nahe der Seine, seine Firma gegrün­det. Da war er gerade ein­mal 28 Jahre alt.

Im Jahr 1783 beauf­tragte der Graf Axel Von Fer­sen, der sowohl ein Freund der Köni­gin als auch der angeb­li­che Lieb­ha­ber war, Bre­guet mit einer Uhr, die jede bekannte Kom­pli­ka­tion ent­hal­ten sollte als Geschenk für Marie Antoi­nette. Diese Uhr trug die Num­mer 160.

Trotz, oder gerade wegen aller Härte in sei­nem Leben, war Bre­guet ein genia­ler Erfin­der­geist. Der Tour­bil­lon geht auf ihn zurück wie oben schon erwähnt.

Der Tour­bil­lon hat Bre­guet in die feins­ten und eli­tärs­ten Kreise kata­pul­tiert. Im Jahre 1801 wurde er Teil eines eli­tä­ren Krei­ses von Erfin­dern, und der fran­zö­si­sche Innen­mi­nis­ter hat die­sem bril­li­an­ten Uhr­ma­cher ein Patent für sei­nen neu­ar­ti­gen Regu­la­tor gewährt.

Anfrage einer Köni­gin

Wäh­rend Taschen­uh­ren damals die Norm dar­stell­ten, bekam Bre­guet eine Anfrage von Köni­gin von Nea­pel, Caro­line Murat. Sie wollte eine ein­zig­ar­tige Uhr: eine Arm­band­uhr. Die Uhr sollte ovale For­men vor­wei­sen und ein­zig­ar­tig sein in jeg­li­cher Art. Das Arm­band bestand aus einer Art Haarzopf mit einem gol­de­nen Faden. Es dau­erte bis 1812 als Bre­guet sich kom­plett durch­ge­setzt hat und das Gesamt­kon­zept der Uhr auf den Kopf gestellt hat. Von einem Objekt, dass sein Leben in einer Tasche fris­tete, wurde die Uhr zu einem Stück Schmuck, wel­ches vol­ler Stolz am Arm getra­gen wurde. Man muss sich die Zeit, in der er das geschafft hat, vor Augen hal­ten, um die wahre Bedeu­tung er erfas­sen. Ganz klar wurde die Uhr damit prak­ti­scher und nütz­li­cher, die Bequem­lich­keit die Zeit abzu­le­sen war zu dem Zeit­punkt ein­ma­lig. Damit nicht genug.

Die erste Auf­zugs­krone

Im Jahr 1830, sie­ben Jahre nach dem Tod sei­nes Vaters, hat sein Sohn an den Gra­fen Charles de L’Espine die erste Uhr ver­kauft ohne einen Auf­zugs­schlüs­sel, son­dern mit einem Mecha­nis­mus, wie wir es heute mit der Auf­zugs­krone ken­nen.

Diese Bre­guet Uhr mit der Num­mer 4952 hatte also im Grunde genom­men den ers­ten Auf­zugs­me­cha­nis­mus über eine Krone um die Zeit zu stel­len und den Auf­zug der Uhr zu gewähr­leis­ten. Man darf hier also gut davon spre­chen, dass es die Geburts­stunde der moder­nen Auf­zugs­uhr dar­stellt.

Die Breguet-​​Ziffern

Zu alle­dem kommt, dass nach Bre­guet die ele­gan­ten ara­bi­schen Zah­len auf Zif­fer­blät­tern benannt sind, die nennt man heute Bre­guet Zif­fern.

Die Breguet-​​Zeiger

Auch wer­den die Zei­ger mit den offe­nen Krei­sen vor der Spitze nach Bre­guet benannt. Sein Ein­fluss auf die Haute Hor­lo­ge­rie ist nicht nur unver­kenn­bar, er mag wohl zu den bedeu­tends­ten Uhr­ma­chern gehö­ren, die es jemals gab.

Ups and Downs

Wie Bre­guet sel­ber, ging auch die Firma über Jahr­hun­derte durch nicht immer ganz ein­fa­che Zei­ten.

Die Firma wurde zwar immer wie­der an die Nach­fah­ren ver­erbt, es gab aber auch eine Unter­bre­chung als die zwei Töch­ter der Sohn von Louis Antoine (1851 – 1882) die Firma nicht über­neh­men woll­ten. Im Zuge des­sen hat der Eng­li­sche Uhr­ma­cher Edward Brown of Cler­ken­well die Fabrik in Paris gema­na­ged. Er wurde spä­ter Part­ner und nach dem Enkel sei­nem Tod sogar Eigen­tü­mer und Vor­stand der Firma. Brown starb 1895, seine bei­den Söhne, Edward und Henry, über­nah­men jedoch die Firma. Edward ging Anfang 1900 in Rente, danach hat Henry Brown die Lei­tung der Firma über­nom­men.

Bre­guet heute

Auch heut­zu­tage ist Bre­guet ganz vorne, wenn es um die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen geht.

Im Jahre 1929 hat die Firma Bre­guet den ers­ten Ewi­gen Kalen­dar her­ge­stellt. Die Uhr mit der Num­mer 4244 wurde 1934 für 11000 CHF an Mon­sieur Jean Dol­lfus (die Firma Dol­lfus exis­tiert bis heute unter www​.dmc​.com), einem groß­in­dus­tri­el­len Erben, ver­kauft. Er hat die Uhr sei­nem Bru­der geschenkt, nach­dem die­ser seine 500. Flug­stunde gefei­ert hatte. Damit galt sein Bru­der offi­zi­ell als „erfah­re­ner“ Pilot. Es ist nicht 100% sicher­ge­stellt, aber wahr­schein­lich war dies die erste Arm­band­uhr mit einem Ewi­gen Kalen­dar, zumin­dest der nicht ursprüng­lich als Taschen­uhr kon­zi­piert war.

Nur Patek Phil­ippe hat zu der Zeit noch einen Ewi­gen Kalen­der gebaut.

Die bei­den Fir­men haben als ein­zige vor dem Welt­krieg diese Kom­pli­ka­tion her­ge­stellt.

Diese Uhr wurde wohl bei Chris­ties ver­stei­gert vor nicht allzu lan­ger Zeit. Lei­der kann ich die Auk­tion nicht fin­den. Auch weiss ich nicht den genauen Preis, den sie erzielt hat. Man kann das sicher mit etwas mehr Ein­satz über Google her­aus­fin­den.

Bre­guet hat 1992 die Firma Lema­nia über­nom­men, bekannt für seine schö­nen Chro­no­gra­phen Werke.

1999 hat dann die Swatch Gruppe Bre­guet über­nom­men.

Bre­guet Modell­rei­hen

Die Modell­rei­hen von Bre­guet umfas­sen 6 Modell­va­ri­an­ten, die sich eher an das männ­li­che Publi­kum rich­ten, wäh­rend die 7. und 8. Modell­reihe eher für das weib­li­che Publi­kum gedacht ist.

Zu den ers­ten 6 Rei­hen gehö­ren die Tra­di­tion, die Clas­si­que, die Clas­si­que Com­pli­ca­ti­ons, die Marine, die Héri­tage und natür­lich die Type XX – XXI – XXII. Die ver­blei­ben­den zwei sind die Reine de Nap­les und Haute Joa­il­le­rie.

Übri­gens, das cha­rak­te­ris­ti­sche Bre­guet Guil­lo­che Zif­fer­blatt, das wir heute auf den Uhren fin­den, gibt es seit 1786. Das schöne daran ist, dass die Firma sich ins­ge­samt sehr an ihre eigene Geschichte hält.

 

Die Bulgari Story

Die Bul­gari Story

Das 1884 gegrün­dete Fami­li­en­un­ter­neh­men ist heute der dritt­größte Schmuck­her­stel­ler der Welt und zählt heute welt­weit rund 200 Geschäfte.

Der Name Bul­gari

Der Name des Schmuck­her­stel­lers stammt vom Unter­neh­mens­grün­der Soti­rios Voul­ga­ris ab, wel­cher in Ita­lien unter dem Namen Soti­rio Bul­gari bekannt war. Das V im Namen BVLGARI steht hier­bei dabei für das latei­ni­sche U.

Soti­rios Voul­ga­ris

Der Gold­schmied Soti­rios Voul­ga­ris eröffne in Para­my­thia, einem klei­nen Dorf in Epi­rus, sein ers­tes Geschäft. In Rom eröff­nete er schließ­lich 1881 meh­rere Gold– und Anti­qui­tä­ten­ge­schäfte. Eines sei­ner ers­ten Geschäfte, wel­ches in Via Sis­tina war, steht heute sogar unter Denk­mal­schutz. Das vor­erst an Kun­den aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Groß­bri­tan­nien gerich­tete Unter­neh­men, wurde mit der Zeit zu einem welt­weit bekann­ten Schmuck­her­stel­ler. Soti­rios ver­starb 1934. Zwei Jahre zuvor über­nah­men seine Söhne die Geschäfts­lei­tung.

Bul­gari im Wan­del der Zeit

Ange­fan­gen in einem klei­nen Dorf, wur­den schon in den 1970er-​​Jahren die ers­ten Geschäfte in Städ­ten wie Genf und Monte Carlo und den Metro­po­len New York und Paris eröff­net. 1990 brachte Bul­gari seine ers­ten eige­nen Par­fums auf den Markt und 2004 wurde sogar das erste Bulgari-​​Hotel in Mai­land eröff­net. 2006 folgte ein wei­te­res in Bali und 2012 in Lon­don. Dadurch, dass Bul­gari 1995 an die ita­lie­ni­sche Börse ging, konnte schon 1997 eine Umsatz­stei­ge­rung von 150% erwirt­schaf­tet wer­den.
2011 erwarb die LVMH-​​Gruppe (Moët Hen­nessy Louis Vuit­ton) 51% des Kapi­tals von Bul­gari. Im Früh­ling 2012 ver­kaufte die Fami­lie die LVMH-​​Anteile für 236,7 Mil­lio­nen Euro.

Stil-​​Ikonen von Bul­gari

Mar­lene Diet­rich, Eliza­beth Tay­lor, Audrey Hep­burn, Romy Schnei­der… das sind nur einige der Film­stars, die auf­grund der Grün­dung der Cinecitta-​​Studios (1937) in Rom zu den Kun­den des römi­schen Geschäf­tes von Bul­gari wur­den.

Die Ent­wick­lung der For­men

Die ursprüng­lich schlich­ten For­men und der geo­me­tri­sche Stil der 1920er-​​Jahre, wur­den schon 1930 durch Krea­tio­nen mit Dia­mant­mus­tern und den far­ben­fro­hem Saphir, Sma­ragd und Rubin erwei­tert. Auf­grund des zwei­ten Welt­krie­ges musste in der Schmuck­her­stel­lung das bevor­zugte Pla­tin durch Gold ersetzt und die Anzahl der Edel­steine redu­ziert wer­den. Doch schon wenig spä­ter – der Krieg war Gott sei Dank vor­bei – konn­ten sie durch den Wirt­schafts­boom wie­der zu den alten Tra­di­tio­nen zurück­keh­ren. Zudem wur­den Cabo­chons zum Mar­ken­zei­chen von Bul­gari. Die 1970er-​​Jahre waren vor allem geprägt durch Pop-​​Art-​​Motive, wel­che von Andy War­hol inspi­riert waren, und durch exo­ti­sche Schlan­gen­mo­tive. Im Laufe der Jahre wur­den immer öfter leb­hafte Far­ben und ein­fa­che For­men ver­wen­det und erin­nern somit wie­der an den ursprüng­li­chen Gedan­ken.

Save the Child­ren

Bul­gari spen­dete von 2009 bis 2011 ins­ge­samt 12 Mil­lio­nen Euro an die welt­weit größte Kin­der­rechts­or­ga­ni­sa­tion. Mit Hilfe die­ser Spen­den konnte 334.101 Kin­dern gehol­fen wer­den und es wur­den 9.899 Leh­rer aus­ge­bil­det. Zudem fan­den an 206 Schu­len Reha­bi­li­tie­rungs­maß­nah­men statt.

Koope­ra­tio­nen

Der Cadil­lac XLR des Unter­neh­mens Gene­ral Motors zeich­nete beson­ders ein von Bul­gari ent­wor­fe­ner Keyless-​​Go-​​Schlüssel und ein Arma­tu­ren­brett mit Echt­holz­ap­pli­ka­tio­nen aus Euka­lyp­tus­holz aus. Diese Beson­der­heit wurde aus­schließ­lich im Cadil­lac XLR von 2004 – 2009 ver­ar­bei­tet.

Die Bulgari-​​Uhrenkollektion

Fol­gende Pro­dukt­rei­hen gehö­ren zur Bulgari-​​Uhrenkollektion: Bulgari-​​Bulgari, Sotirio-​​Bulgari, Assioma, Astrale, Ser­penti, B.Zero1, Daniel Roth, Rettan­golo, Ergon, Dia­gono und Octo.

 

Die Breitling Story

Die Breit­ling Story

Als Léon Breit­ling 1884 das gleich­na­mige Unter­neh­men im schwei­ze­ri­schen Saint-​​Imier grün­dete, konnte er nicht wis­sen, wer hun­dert Jahre spä­ter seine Uhren tra­gen würde und zu wel­cher schier unglaub­li­chen Größe sein Unter­neh­men nach die­ser lan­gen Zeit her­an­ge­wach­sen war. Und beson­ders ist her­vor­zu­he­ben, dass es bis heute die ganz ursprüng­li­che Firmen-​​DNA ist, die Uhren­samm­ler und Fans auf der gan­zen Welt begeis­tert.

Ein Arti­kel in der Revue Inter­na­tio­nale d’Horlorgerie

Im Jahre 1915 – das Unter­neh­men war zwi­schen­zeit­lich nach La-​​Chaux-​​de-​​Fonds umge­sie­delt und Gas­ton Breit­ling hatte das Erbe sei­nes Vaters ange­tre­ten – erschien in der Revue Inter­na­tio­nale d’Horlorgerie ein Arti­kel, der alles Vor­an­ge­gan­gene ver­än­dern sollte. Das Uhren­ma­ga­zin berich­tete in jenem Arti­kel über den soge­nann­ten “Chronograph-​​Bracelet”, frei über­setzt dürfte es soviel hei­ßen wie “Die Stopp­uhr am Arm­band”. In die­ser Epo­che des 20. Jahr­hun­derts began­nen sich Arm­band­uh­ren rapide durch­zu­set­zen. Bis dahin tru­gen meist die Her­ren noch Taschen­uh­ren, die an den berühm­ten Ket­ten in der Weste getra­gen wur­den. Die­sen Arti­kel könnte man also lie­be­voll als den Start­schuss für die erfolg­rei­che Breitling-​​Chronographen-​​Story bezeich­nen …

Die ers­ten Breit­ling Chro­no­gra­phen

Die­ser erste Chro­no­graph besaß einen zen­tra­len Chro­no­gra­phen­zei­ger und einen Tota­li­sa­tor mit einer 30-​​Minuten-​​Skala. Wie sich her­aus­stel­len sollte, war das eine schick­sal­hafte Zäsur in der Fir­men­ge­schichte Breit­lings. Denn die Ent­wick­lung und die Fer­ti­gung von hoch­wer­ti­gen Chro­no­gra­phen wurde ein zen­tra­les Momen­tum der Manu­fak­tur. So war es nur die logi­sche Kon­se­quenz, dass Breit­ling im Jahre 1923 den ers­ten unab­hän­gi­gen Chro­no­gra­phen­drü­cker ein­führte. Im Jahr 1934 folgte dann das, was für uns heute als abso­lute Nor­ma­li­tät erscheint: der zweite Chro­no­gra­phen­drü­cker, der die sofor­tige Null­stel­lung ermög­licht.

Das Mili­tär zählt auf Breit­ling

Vor Beginn des zwei­ten Welt­krie­gen – um genau zu sein im Jahr 1936 – kaufte die Royal Air­force Groß­bri­tan­ni­ens Bord­uh­ren für ihre Flug­zeuge von Breit­ling. Die ame­ri­ka­ni­schen Pilo­ten der US Army Air­force schnall­ten sich ab 1942 den Chro­no­mat von Breit­ling ums Hand­ge­lenk. Diese Hand­auf­zugs­uh­ren boten den Pilo­ten etwas revo­lu­tio­när Neues. Etwas, das uns heute als völ­lig selbst­ver­ständ­lich erscheint und etwas, das aus der Welt der Arm­band­uh­ren gar nicht mehr weg­zu­den­ken ist: Den Rechen­schie­ber. Noch einen oben drauf setzte dann 1952 eine wei­tere Legende. Die Rede ist natür­lich vom Navi­ti­mer (aus­ge­spro­chen wird er übri­gens NAVI­ti­mer und nicht wie häu­fig fälsch­li­cher­weise NAVYti­mer, weil der Wortur­sprung von NAVI­ga­tion her­rührt und nicht von der NAVY).
Die Lünette des Navi­ti­mer, die auf der Lünette des Chro­no­ma­ten auf­setzt, wurde von den Breitling-​​Ingenieuren erheb­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Nun konnte der Pilot auf lan­gen Stre­cken den Treib­stoff­ver­brauch, Steig– oder Sink­flug­ra­ten und Durch­schnitts­ge­schwin­dig­kei­ten berech­nen. Damals – ohne GPS – eine rein mecha­ni­sche Kom­pli­ka­tion, die über Leben und Tod ent­schei­den konnte.

Aus der Luft ins Was­ser

Nach­dem Breit­ling die Cock­pits der ame­ri­ka­ni­schen und bri­ti­schen Flug­zeuge erobert hatte und mit ihnen um die Welt flog, tauchte Breit­ling 1958 ab. Und zwar ganz tief ins Meer. Das machte eine Uhr mög­lich, die dies­mal nicht für Mili­tär– und Regie­rungs­in­stan­zen, son­dern ganz und gar für den Pri­vat­mann ent­wi­ckelt wurde. Die Rede ist von der Breit­ling Supero­cean. Eine was­ser­dichte Tau­cher­uhr, die dank ihres auto­ma­ti­schen Auf­zu­ges das Auf­schrau­ben und Her­aus­zie­hen der Krone zum Auf­zie­hen über­flüs­sig machte und somit abso­lute Tro­cken­heit im Inne­ren der Uhr garan­tierte.

Breit­ling in den 80er Jah­ren

Breit­ling hatte im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Uhren­mar­ken und –her­stel­lern nicht so stark mit der Quarz­krise zu kämp­fen. Das lag zum Einen an der guten Unter­neh­mens­füh­rung – das Unter­neh­men wurde 1979 vom letz­ten Breitling-​​Sprössling Willy Breit­ling an den Pilo­ten Ernest Schnei­der ver­kauft – sowie an den stets guten Kon­tak­ten zu Air­forces und Pilo­ten­ver­ei­ni­gun­gen. Aber auch die immer wie­der neuen Erfin­dun­gen im Bereich der Funk­ti­ons­uh­ren fes­tig­ten zu Recht den Mythos Breit­ling.

Die Breit­ling Emer­gency

Mit der Emer­gency prä­sen­tiert Breit­ling die welt­weit aller­erste Arm­band­uhr mit authen­ti­scher Zweifrequenz-​​Notfunkbake. Damit stellt Breit­ling nach eige­nen Ange­aben sein Stre­ben nach bahn­bre­chen­den Inno­va­tio­nen im Bereich der Elek­tro­nik ein­mal mehr unter Beweis.

Breit­ling heute

80% der Breit­ling Mon­tres S.A. wur­den im Jahre 2017 vom bri­ti­schen Finanz­in­ves­tor CVC Capi­tal Part­ners über­nom­men. Die rest­li­chen 20% der Fir­men­an­teile ver­blei­ben aber im Besitz der Fami­lie Schnei­der.