A. Lange & Söhne

Es wer­den alle 10 Ergeb­nisse ange­zeigt

Die A. Lange & Söhne Story
Die Geschichte von A. Lange und Söhne beginnt im Win­ter des Jah­res 1845. Genauer gesagt am 7. Dezem­ber …
An die­sem ver­schnei­ten Tag geht Fer­di­nand Adolph Lange auf­ge­regt durch die Stra­ßen von Glas­hütte in Sach­sen. Er kann kaum erwar­ten, sei­nem Schwie­ger­va­ter und Leh­rer Johann Chris­tian Fried­rich Gut­kaes Senior von der Grün­dung sei­ner eige­nen Firma zu berich­ten. Der Junge Uhr­ma­cher Fer­di­nand erhielt vom Land Sach­sen eine Start­hilfe in Höhe von 7.800 Talern zur Reak­ti­vie­rung der brach­lie­gen­den Glas­hüt­ter Indus­trie. Die­ses Geld bekam der junge Mann aller­dings nicht geschenkt, son­dern musste es auf Hel­ler und Pfen­nig zurück bezah­len.

A. Lange & Cie. als Zug­pferd für Glas­hütte
Nach einer ent­beh­rungs­rei­chen Anfangs­zeit mit 15 Aus­zu­bil­den­den gelang es dem Unter­neh­mer Fer­di­nand Adolph Lange sein Unter­neh­men A. Lange & Cie. auf ein pro­fi­ta­bles Level zu hie­ven. Bereits 30 Jahre nach der Fir­men­grün­dung arbei­te­ten für A. Lange & Cie. 75 Mit­ar­bei­ter. Der Erfolg des Unter­neh­mens sprach sich all­mäh­lich herum und es kamen neue Fir­men ins Erz­ge­birge, um es Adolph – so sein Ruf­name – gleich zu tun. So ent­wi­ckelte sich Glas­hütte in Sach­sen zu einer ernst­zu­neh­men­den Kon­kur­renz für die Schwei­zer Feinuhren-​​Industrie.

A. Lange & Cie wird zu A. Lange & Söhne
Adolph Lange hatte meh­rere Söhne. Die bei­den Erst­ge­bo­re­nen soll­ten ihm ins Unter­neh­men fol­gen. Es waren Richard und Emil Lange, die im Jahre 1868 schluss­end­lich der Aus­lö­ser für die Umbe­nen­nung in den Unter­neh­mens­na­men waren, der bis heute für das Feinste und Beste steht, was die Fein­uhr­ma­che­rei welt­weit zu bie­ten hat: A. Lange & Söhne.

Visio­näre Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen
Ab dem Jahr 1877 konnte man sich einer neue Marke aus dem Hause A. Lange und Söhne kau­fen. Ins Port­fo­lio rückte eine etwas ein­fa­chere Taschenuhr-​​Baureihe, die den Mar­ken­na­men „Deut­sche Uhren­fa­bri­ka­tion“ erhielt. Nach­dem erfolg­rei­chen Launch wurde sogar eine dritte Marke gegrün­det. Die „OLIW“ (Ori­gi­nal Lange Inter­na­tio­na­les Werk) war der kon­se­quente Schritt in eine indus­tri­elle Fer­ti­gung von Taschen­uh­ren.

Die Fol­gen des 2. Welt­krie­ges
Nach dem Kriegs­ende 1945 fiel das Unter­neh­men der Sie­ger– und Besat­zungs­macht Russ­land in die Hände. Russ­land – bzw. ab 1949 die DDR – ver­staat­lichte A. Lange & Söhne. So kam es, dass das Unter­neh­men samt sie­ben wei­te­rer Glas­hüt­ter Uhren­be­trie­ben 1951 von der DDR-​​Führung in die Glas­hüt­ter Uhren­be­triebe (GUB) zusam­men­ge­fasst wur­den.
Dazu gehör­ten: VEB UROFA und UFAG mit der Abtei­lung Basalt (Uhr­stein­fer­ti­gung), VEB Fein­tech­nik (vor­mals Gös­sel & Co. bzw. Burck­hard), VEB Meß­tech­nik (vor­mals Mühle & Sohn), VEB Est­ler (Gehäu­se­fer­ti­gung), VEB Prä­zi­sion (vor­mals LIWOS) sowie das Lehr­kom­bi­nat „Maka­renko“.

Wende und Neu­grün­dung
Als 1989 die Mauer fiel, wohn­ten die bei­den Gründer-​​Enkel Fer­di­nand Adolph Lange II und Wal­ter Lange bereits schon über 30 Jahre lang im Wes­ten Deutsch­lands. Sie waren über­ge­sie­delt, nach­dem das Lebens­werk ihres Vaters in die Hände Russ­lands, bzw. der DDR gefal­len war. Wal­ter war zum Zeit­punkt der Wende 65 Jahre alt. Nach­dem man sich juris­tisch mit den neu­ge­grün­de­ten Behör­den dar­auf geei­nigt hatte, dass Wal­ter Lange das Lebens­werk sei­nes Groß­va­ters legi­tim und legal fort­set­zen durfte, grün­dete er im Jahre 1990 die Uhren­ma­nu­fak­tur „Lange Uhren GmbH“ und über­nahm die „A. Lange & Söhne“-Markenrechte. Zu die­sem Zeit­punkt war sein Bru­der Adolph Fer­di­nand II lei­der schon ver­stor­ben. Bezeich­nen­der­weise wurde für die Neu­grün­dung – wie auch schon 1845 – ein ver­schnei­ter Win­ter­tag gewählt: der 7. Dezem­ber.

Die erste neue Lange
Wal­ter Lange brauchte einen Mana­ger, der ihm beim Wie­der­auf­stieg zur Seite ste­hen sollte. Wal­ter Lange bewies bei sei­ner Wahl viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Als zwei­ter Mann bei A. Lange & Söhne sollte kein gerin­ge­rer als Gün­ter Blüm­lein die Fäden zie­hen. Gün­ter Blüm­lein war alles andere als ein unbe­schrie­be­nes Blatt in der Uhren­in­dus­trie. Der dama­lige Prä­si­dent von IWC nutze erfolg­reich seine Kon­takte zur dama­li­gen LMH Hol­ding (Les Manu­fac­tures Hor­lo­gè­res) (heute Rich­mont Gruppe), die wie­derum mit groß­zü­gi­gen Geld­mit­teln den Wie­der­auf­stieg der Amrke a. Lange & Söhne unter­stützte. Im Jahre 1994 war es dann wie­der ein­mal soweit, Geschichte zu schrei­ben: mit der LANGE 1, dem TOUR­BIL­LON „Pour le Mérite“, der SAXO­NIA sowie der ARKADE wur­den der Öffent­lich­keit vier neue Uhren­mo­delle prä­sen­tiert.

Wei­tere berühmte A. Lange & Söhne Modelle
In den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren lan­cierte das Unter­neh­men wei­tere – mitt­ler­weile legen­däre – Uhren­mo­delle, wie den Dato­graph, die Caba­ret, die Lan­ge­ma­tik Per­pe­tual, den Dou­ble Split Chro­no­graph, die Richard Lange, den Tour­bo­graph Pour le Mérite, die Zeit­werk und die Saxo­nia mit dem Auto­ma­tik­werk „Sax-​​0-​​Mat“.

Num­mer eins unter den Luxus­mar­ken
Um nur ansatz­weise zu ver­ste­hen, was Wal­ter Lange und Gün­ter Blüm­lein in die­ser doch recht kur­zen Zeit­spanne erreicht haben, muss man wis­sen, dass die Marke A. Lange & Söhne im Jahre 2007 von der Wirt­schafts­Wo­che zur wich­tigs­ten Luxus­marke gekürt wurde. Abge­schla­gen auf dem zwei­ten Platz lan­dete die Maybach-​​Automobilmanufaktur.
Mitt­ler­weile arbei­ten mehr als 500 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für die immer­noch in Glas­hütte in Sach­sen ansäs­sige Manu­fak­tur. Wal­ter Lange starb 92-​​jährig im jahre 2017.