Breguet

Es wer­den alle 3 Ergeb­nisse ange­zeigt


Die Breguet Story

Die Bre­guet Story

Bre­guet gehörte zu den größ­ten Erfin­dern sei­ner Zeit und  war wohl der bedeu­tendste Uhr­ma­cher, den es über­haupt gab.

Eine Erfolgs­ge­schichte

Die Erfolgs­ge­schichte Bre­guets beginnt mit über 200 Paten­ten, die über die Jahr­hun­derte ange­mel­det wur­den und geht mit der Hora Mundi wei­ter, die als erste Zwei­zeit­zo­nen­uhr in einem Moment die Zeit­zo­nen wech­seln kann. Hierzu betä­tigt man ledig­lich einen Drü­cker auf der lin­ken Seite. Und der Drü­cker bie­tet sogar zwei Alter­na­ti­ven, die Zeit­zone zu wech­seln: ent­we­der indem man direkt drauf drückt und los­lässt. Oder, indem man den Drü­cker gedrückt hält und ganz lang­sam los­lässt. Dann kann man sogar zuschauen, wie der Zei­ger sich ganz lang­sam auf die zweite Zeit­zone ein­stellt. Ein fas­zi­nie­ren­des Sys­tem. Und natür­lich ist nicht zu ver­ges­sen, dass Bre­guet der Erfin­der des Tour­bil­lion ist.  Das Tour­bil­lion ist ein Mecha­nis­mus, der die Gang­ge­nau­ig­keit stei­gert, indem er die Erd­an­zie­hungs­kraft – zumin­dest in der Ver­ti­kale – aus­gleicht.

Sein Leben

Abraham-​​Louis Bre­guet wurde am 10. Januar 1747 in Neu­cha­tel, der heu­ti­gen Schweiz, gebo­ren. Seine Vor­fah­ren waren Fran­zo­sen. Die gesamte Geschichte der Uhr­ma­che­rei wurde von kaum jeman­den so stark beein­flusst wie von ihm.

Bre­guet ver­lor sei­nen Vater Jonas-​​Louis bereits im Alter von nur 11 Jah­ren. Dar­auf­hin hat seine Mut­ter Joseph Tat­tet – den Cou­sin ihres Ehe­man­nes – gehei­ra­tet, wel­cher aus einer Fami­lie von Uhr­ma­chern stammte.

Im Jahre 1762 reiste Tat­tet mit dem jun­gen Bre­guet nach Paris. Dort wurde er Schü­ler eines Meis­ter­uhr­ma­chers von Ver­sailles, des­sen Name lei­der unbe­kannt ist.

Bre­guet hat in Paris seine Lehre voll­en­det. Im Anschluss arbei­tete er bei Fer­di­nand Bert­houd (1727 – 1807) und Jean-​​Antoine Lépine (1720 – 1814), die zu jener Zeit zwei der bes­ten Uhr­ma­cher über­haupt waren.

Bre­guet hat schnell ver­stan­den, wie wich­tig Mathe­ma­tik ist und sich in das Col­lège Maza­rin unter der Füh­rung von Abbé Marie ein­ge­schrie­ben. Die fran­zö­si­sche Köni­gin Marie Antoi­nette war äußerst beein­druckt von sei­nem Talent und sei­ner Intel­li­genz. Es war auch Marie Antoi­nette, die Bre­guet dem Fran­zö­si­schen Hof und dem Adel vor­stellte. Viele von ihnen wur­den spä­ter zu sei­nen Stamm­kun­den.

Trotz, oder gerade wegen aller Härte in sei­nem Leben, war Bre­guet ein genia­ler Erfin­der­geist.

Marie Antoi­nette

Im Jahr 1783 beauf­tragte der Graf Axel von Fer­sen (der angeb­li­che Lieb­ha­ber Marie Antoi­net­tes) Bre­guet mit einer Uhr, die jede bekannte Kom­pli­ka­tion ent­hal­ten sollte. Jene Uhr war ein Geschenk für Marie Antoi­nette. Diese Uhr trug die Num­mer 160.

Anfrage einer wei­te­ren Köni­gin

Wäh­rend Taschen­uh­ren damals die Norm dar­stell­ten, bekam Bre­guet eine Anfrage der Köni­gin von Nea­pel, Caro­line Murat. Sie wollte eine ein­zig­ar­tige Uhr: eine Arm­band­uhr. Die Uhr sollte ovale For­men vor­wei­sen und ein­zig­ar­tig sein in jeg­li­cher Art. Das Arm­band bestand aus einer Art Haarzopf mit einem gol­de­nen Faden. Es dau­erte bis 1812, bis Bre­guet das Gesamt­kon­zept der Uhr fer­tig gestellt hatte. Von einem Objekt, dass sein Leben in einer Tasche fris­tete, wurde die Uhr zu einem Stück Schmuck, wel­ches vol­ler Stolz am Arm getra­gen wurde. Man muss sich die Zeit, in der er das geschafft hat, vor Augen hal­ten, um die wahre Bedeu­tung sei­ner Idee zu erfas­sen. Die Uhr war damit prak­ti­scher und nütz­li­cher und die Bequem­lich­keit, die Zeit abzu­le­sen war zu dem Zeit­punkt ein­ma­lig. Doch damit nicht genug …

Uhren für Könige

Auch der rus­si­sche Zar Niko­laus, der Her­zog von Orléans, der eng­li­sche König und – last but not least – Napo­leon per­sön­lich, bestell­ten ihre Zeit­mes­ser bei Bre­guet.

Die Breguet-​​Ziffern

Zu alle­dem kommt, dass nach Bre­guet die ele­gan­ten ara­bi­schen Zah­len auf Zif­fer­blät­tern benannt sind, die man heute noch als Breguet-​​Ziffern bezeich­net.

Die Breguet-​​Zeiger

Auch wer­den die Zei­ger mit den offe­nen Krei­sen vor der Spitze nach Bre­guet benannt. Sein Ein­fluss auf die Haute Hor­lo­ge­rie ist nicht nur unver­kenn­bar.

Das Breguet-​​Zifferblatt

Das cha­rak­te­ris­ti­sche Bre­guet Guil­lo­che Zif­fer­blatt, das wir heute in den Uhren fin­den, gibt es seit 1786. Das schöne daran ist, dass die Firma Bre­guet sich sehr an ihre eigene Geschichte hält.

Ups and Downs

Wie Bre­guet sel­ber, ging auch die Firma über Jahr­hun­derte durch nicht immer ganz ein­fa­che Zei­ten.

Die Firma wurde immer wie­der an die Nach­fah­ren ver­erbt. Es gab aber auch eine Unter­bre­chung, als die zwei Töch­ter von Louis Antoine (1851 – 1882) die Firma nicht über­neh­men woll­ten. Im Zuge des­sen über­nahm der Eng­li­sche Uhr­ma­cher Edward Brown of Cler­ken­well die Geschäfts­füh­rung der Fabrik in Paris. Er wurde spä­ter Part­ner und nach dem Enkel sei­nem Tod sogar Eigen­tü­mer und Vor­stand der Firma. Brown starb 1895. Seine bei­den Söhne Edward und Henry über­nah­men die Firma. Edward ging Anfang 1900 in Rente. Danach hat Henry Brown die Lei­tung der Firma über­nom­men.

Bre­guet heute

Auch heut­zu­tage ist Bre­guet ganz weit vorne, wenn es um die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen geht.

Im Jahre 1929 hat die Firma Bre­guet den ers­ten Ewi­gen Kalen­dar her­ge­stellt. Die Uhr mit der Num­mer 4244 wurde 1934 für 11000 CHF an Mon­sieur Jean Dol­lfus (die Firma Dol­lfus exis­tiert bis heute unter www​.dmc​.com), einem groß­in­dus­tri­el­len Erben, ver­kauft. Er hat die Uhr sei­nem Bru­der geschenkt, nach­dem die­ser seine 500. Flug­stunde gefei­ert hatte. Damit galt sein Bru­der offi­zi­ell als „erfah­re­ner“ Pilot. Es ist nicht 100% sicher­ge­stellt, aber wahr­schein­lich war dies die erste Arm­band­uhr mit einem Ewi­gen Kalen­dar, zumin­dest der nicht ursprüng­lich als Taschen­uhr kon­zi­piert war.

Nur Patek Phil­ippe hat zu der Zeit noch einen Ewi­gen Kalen­der gebaut.

Die bei­den Fir­men haben als ein­zige vor dem Welt­krieg diese Kom­pli­ka­tion her­ge­stellt.

Bre­guet hat 1992 die Firma Lema­nia über­nom­men, bekannt für seine schö­nen Chro­no­gra­phen Werke.

1999 wurde Bre­guet schließ­lich von der Swatch Gruppe über­nom­men.

Bre­guet Modell­rei­hen

Die Modell­rei­hen von Bre­guet umfas­sen sechs Modell­va­ri­an­ten, die sich eher an das männ­li­che Publi­kum rich­ten, wäh­rend die siebte und achte Modell­reihe eher für das weib­li­che Publi­kum gedacht ist.

Zu den ers­ten sechs Rei­hen gehö­ren die Tra­di­tion, die Clas­si­que, die Clas­si­que Com­pli­ca­ti­ons, die Marine, die Héri­tage und natür­lich die Type XX – XXI – XXII. Die ver­blei­ben­den zwei sind die »Reine de Nap­les« und die »Haute Joa­il­le­rie«.