Breitling

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Die Breitling Story

Die Breitling Story

Als Léon Breitling 1884 das gleichnamige Unternehmen im schweizerischen Saint-Imier gründete, konnte er nicht wissen, wer hundert Jahre später seine Uhren tragen würde und zu welcher schier unglaublichen Größe sein Unternehmen nach dieser langen Zeit herangewachsen war. Und besonders ist hervorzuheben, dass es bis heute die ganz ursprüngliche Firmen-DNA ist, die Uhrensammler und Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Ein Artikel in der Revue Internationale d’Horlorgerie

Im Jahre 1915 – das Unternehmen war zwischenzeitlich nach La-Chaux-de-Fonds umgesiedelt und Gaston Breitling hatte das Erbe seines Vaters angetreten – erschien in der Revue Internationale d’Horlorgerie ein Artikel, der alles Vorangegangene verändern sollte. Das Uhrenmagazin berichtete in jenem Artikel über den sogenannten »Chronograph-Bracelet«, frei übersetzt dürfte es soviel heißen wie »Die Stoppuhr am Armband«. In dieser Epoche des 20. Jahrhunderts begannen sich Armbanduhren rapide durchzusetzen. Bis dahin trugen meist die Herren noch Taschenuhren, die an den berühmten Ketten in der Weste getragen wurden. Diesen Artikel könnte man also liebevoll als den Startschuss für die erfolgreiche Breitling-Chronographen-Story bezeichnen …

Die ersten Breitling Chronographen

Dieser erste Chronograph besaß einen zentralen Chronographenzeiger und einen Totalisator mit einer 30-Minuten-Skala. Wie sich herausstellen sollte, war das eine schicksalhafte Zäsur in der Firmengeschichte Breitlings. Denn die Entwicklung und die Fertigung von hochwertigen Chronographen wurde ein zentrales Momentum der Manufaktur. So war es nur die logische Konsequenz, dass Breitling im Jahre 1923 den ersten unabhängigen Chronographendrücker einführte. Im Jahr 1934 folgte dann das, was für uns heute als absolute Normalität erscheint: der zweite Chronographendrücker, der die sofortige Nullstellung ermöglicht.

Das Militär zählt auf Breitling

Vor Beginn des zweiten Weltkriegen – um genau zu sein im Jahr 1936 – kaufte die Royal Airforce Großbritanniens Borduhren für ihre Flugzeuge von Breitling. Die amerikanischen Piloten der US Army Airforce schnallten sich ab 1942 den Chronomat von Breitling ums Handgelenk. Diese Handaufzugsuhren boten den Piloten etwas revolutionär Neues. Etwas, das uns heute als völlig selbstverständlich erscheint und etwas, das aus der Welt der Armbanduhren gar nicht mehr wegzudenken ist: Den Rechenschieber. Noch einen oben drauf setzte dann 1952 eine weitere Legende. Die Rede ist natürlich vom Navitimer (ausgesprochen wird er übrigens NAVItimer und nicht wie häufig fälschlicherweise NAVYtimer, weil der Wortursprung von NAVIgation herrührt und nicht von der NAVY).
Die Lünette des Navitimer, die auf der Lünette des Chronomaten aufsetzt, wurde von den Breitling-Ingenieuren erheblich weiterentwickelt. Nun konnte der Pilot auf langen Strecken den Treibstoffverbrauch, Steig- oder Sinkflugraten und Durchschnittsgeschwindigkeiten berechnen. Damals – ohne GPS – eine rein mechanische Komplikation, die über Leben und Tod entscheiden konnte.

Aus der Luft ins Wasser

Nachdem Breitling die Cockpits der amerikanischen und britischen Flugzeuge erobert hatte und mit ihnen um die Welt flog, tauchte Breitling 1958 ab. Und zwar ganz tief ins Meer. Das machte eine Uhr möglich, die diesmal nicht für Militär- und Regierungsinstanzen, sondern ganz und gar für den Privatmann entwickelt wurde. Die Rede ist von der Breitling Superocean. Eine wasserdichte Taucheruhr, die dank ihres automatischen Aufzuges das Aufschrauben und Herausziehen der Krone zum Aufziehen überflüssig machte und somit absolute Trockenheit im Inneren der Uhr garantierte.

Breitling in den 80er Jahren

Breitling hatte im Gegensatz zu vielen anderen Uhrenmarken und -herstellern nicht so stark mit der Quarzkrise zu kämpfen. Das lag zum Einen an der guten Unternehmensführung – das Unternehmen wurde 1979 vom letzten Breitling-Sprössling Willy Breitling an den Piloten Ernest Schneider verkauft – sowie an den stets guten Kontakten zu Airforces und Pilotenvereinigungen. Aber auch die immer wieder neuen Erfindungen im Bereich der Funktionsuhren festigten zu Recht den Mythos Breitling.

Die Breitling Emergency

Mit der Emergency präsentiert Breitling die weltweit allererste Armbanduhr mit authentischer Zweifrequenz-Notfunkbake. Damit stellt Breitling nach eigenen Angaben sein Streben nach bahnbrechenden Innovationen im Bereich der Elektronik einmal mehr unter Beweis.

Breitling heute

80% der Breitling Montres S.A. wurden im Jahre 2017 vom britischen Finanzinvestor CVC Capital Partners übernommen. Die restlichen 20% der Firmenanteile verbleiben aber im Besitz der Familie Schneider.